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​Wie lief die Woche vom 13. April bis 17. April für die Türkische Lira?

19.4.2020 16:08 Uhr

Die vergangene Woche war für die Türkische Lira (TRY, TL) gegenüber dem Euro (EUR) und dem US-Dollar (USD) von herben Verlusten geprägt. War die Lira mit einem Wochenstart von rund 7,32 TRY zum EUR ins Rennen gegangen, so wurde die Handelswoche mit 7,54 TL für den Euro beendet und man schrieb ein neues Tief auf der Basis von rund 18 Monaten mit 7,57 Lira. Auch beim Greenback sah es nicht besser aus. Die Woche lief mit einem Kurs von 6,68 TRY zum USD an und näherte sich mit 6,96 TL gefährlich der Marke von 7,00 TL zum Dollar an. Doch wie wird es für die Landeswährung der Türkei weitergehen? Fallen in der dritten Aprilwoche neue Rekorde und werden erneut Dämme gebrochen?

Rund drei Prozent hat die Türkische Lira in der letzten Handelswoche vom 13. April bis 17. April zu Spitzenzeiten verloren. Zwar gab es offensichtlich den Versuch, den Lirakurs zum Euro am Freitag (17. April) nachhaltig zu verbessern, aber egal wie man es auch versuchte, der Weg war wenig erfolgversprechend. Ziel scheint es gewesen zu sein, die Türkische Lira bei 7,40 TRY für den EUR einzupendeln, aber der Erfolg war nur von kurzer Dauer und am Wochenende schloss der Handel mit 7,54 TL für den Euro.

Screenshot finanzen.net

Wie beim Euro zeigte der Greenback am Freitag eine kurze Erholungsrunde zur Türkischen Lira. War man mit 6,68 TRY zum USD gestartet, sah es zum Ende der Woche so aus, als könne die Marke von 7,00 Lira zum US-Dollar fallen. Letztlich blieb man jedoch noch unter der "magischen Marke" und es war im Wochenverlauf ein Kursverlust von rund 2,5 Prozent zu verzeichnen. Abgeschlossen wurde die Lira-Handelswoche zum Dollar mit 6,93 TL.

Screenshot finanzen.net

Wie entwickelt sich die Türkische Lira in den kommenden Wochen?

Doch wie wird es weitergehen? Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte, man erwarte den Peak bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Türkei in den kommenden 10 Tagen – zumindest für Istanbul, der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei mit den meisten Covid-19-Fällen. Doch dann wird der Tourismus, ein Zugpferd der türkischen Wirtschaft, noch nicht anlaufen können. Erst im Juni wird damit gerechnet, also nach Ramadan und dem Bayram-Fest, dass sich die Lage in der Türkei wieder normalisieren werde – zumindest voraussichtlich.

Kann man zu den Bayram-Feierlichkeiten zumindest den lokalen und innertürkischen Tourismus wieder zulassen, wäre das eine Hilfe, den Corona-Fallout zu begrenzen. Auch wenn die ausländischen Touristen und damit Devisen weiterhin fehlen. Im Grunde wird sich also der Weg der Lira in den kommenden zwei bis vier Wochen weisen. Wird die Lage kontrollierbar und der "Verkehr" ins Land normalisiert, kann man mit einem "blauen Auge" davonkommen. Verschiebt sich der Peak signifikant nach hinten, wird der Währungsabschwung weiterlaufen.

(ce)

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