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​Wie lief die Karwoche vom 06. April bis 10. April für die Türkische Lira?

12.4.2020 12:25 Uhr

Die Welt steht immer noch wegen des Fallout der Krise, die durch das Coronavirus verursacht wurde, still. Die wirtschaftlichen Aussichten für die Zukunft sehen nicht rosig aus. Gerade Schwellenländer wie die Türkei rechnen mit gravierenden Export-Einbrüchen. In jüngsten Einlassungen zum Thema sagte zum Beispiel EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, sie würde den Deutschen davon abraten, den Sommerurlaub zu buchen. Das bedeutet, es wird in der Türkei auch einen spürbaren Rückgang beim Tourismus geben, beherzigen die Menschen die Warnhinweise der EU-Kommissionspräsidentin. 5,03 Millionen Menschen aus Deutschland besuchten 2019 die Türkei. All das lässt wenig Gutes für die wirtschaftliche Entwicklung und damit den Kurs der Türkischen Lira (TRY, TL) gegenüber dem Euro (EUR) und dem Greenback (USD) erwarten.

Die Performance der Türkischen Lira gegenüber dem Euro war in der Karwoche vom 06. April bis 10. April dreigeteilt. Die Lira performte gut gegenüber dem Euro zum Wochenstart mit überschaubaren Ups und Downs, um dann in der Wochenmitte satte Verluste einzufahren, die sich aber zum Ende der Karwoche hin wieder austarierten. Am Montag lag der Wechselkurs zum Handelsstart bei 7,2762 TRY für den EUR. Beendet hat die Lira die Handelswoche mit einem Tauschkurs von 7,3252 TL für einen Euro. So stand am Ende der Woche ein Kursverlust von knapp 5 Kurus auf dem Board.

Screenshot finanzen.net

Beim US-Dollar sah die Entwicklung der Türkischen Lira in der Osterwoche ähnlich aus. 6,7313 TRY für den USD lautet der Wechselkurs zum Beginn der Handelswoche. Zum Wochenende hatte sich der Greenback bei 6,6980 TL für den Dollar einsortiert. Hier waren es am Ende der österlichen Handelswoche fast 7 Kurus, welche die Türkische Lira auf dem Weg einbüßte.

Screenshot finanzen.net

Was steht für die kommende Woche zu erwarten?

Die Türkei hatte am späten Freitagabend überraschend mit einer temporären Ausgangssperre für 31 Großstädte auf die Krise reagiert, die durch Covid-19 ausgelöst wurde. Die täglichen Zahlen mit offiziell gemeldeten Neuinfektionen schießen in der Türkei nach oben und am Samstag, dem 11. April, lag die Türkei hinter den USA und Großbritannien auf dem dritten Rang weltweit, mit den höchsten Tagesneuinfektionen. Das Ganze noch auf einem Level eher überschaubarer Tagestestmengen von etwas über 33.000.

Analysten werden durch die Infektionsquoten ableiten, ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Türkei, der Tourismus, könnte für 2020 nicht unbeträchtlichen Schaden nehmen und das Betriebsergebnis nach unten korrigieren. Dr. Güven Sak, renommierter Wirtschaftswissenschaftler, der als ehemaliger Rektor der TOBB Universität für Wirtschaft und Technologie der aktuelle Geschäftsführer der Economic Policy Research Foundation der Türkei (TEPAV) ist, rechnet mit einem Minus von rund 23 Prozent. Das wird selbstverständlich die Kurskennzahlen des Landes beeinflussen. Von daher muss man sich auf stürmische Wochen im Corona-Fallout einrichten.

(ce)

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