epa/Philipp Guelland

Versuchte Selbstverbrennung war kein Anschlag

17.2.2020 8:04 Uhr

Während der Münchner Sicherheitskonferenz hat sich ein Iraker versucht selbst zu verbrennen. Dabei soll es sich allerdings nicht um einen Terroranschlag gehandelt haben, wie die Polizei jetzt mitteilte. "Er wollte niemanden verletzen", sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins am Sonntag in München.

Seit der Tat am Samstag befindet sich der 50-jährige Iraker in einer psychiatrischen Klinik. Er habe den Angaben zufolge mit einem Suizid auf die politische Situation in seinem Heimatland aufmerksam machen wollen. "Er hatte ein auf Deutsch geschriebenes Plakat dabei, war aber kein Teilnehmer der Demonstration."

Iraker überschüttete sich mit drei Litern Benzin

Der Mann hatte sich am Münchner Karlsplatz plötzlich mit rund drei Litern Benzin übergossen und ein Feuerzeug in der Hand gehalten. Er habe durch Rufe auf sich aufmerksam gemacht, sagte ein vor Ort eingesetzter Bereitschaftspolizist am Sonntag. Mehrere Beamte warfen sich auf den 50-Jährigen und nahmen ihn fest.

Bei der Sicherheitskonferenz kamen am Wochenende etwa 40 Staats- und Regierungschefs sowie 100 Minister zusammen. Ein Aktionsbündnis hatte zu Protesten gegen die Großveranstaltung aufgerufen. An einem Demonstrationszug durch die Innenstadt nahmen nach Polizeiangaben rund 3000 Menschen teil.

(an/dpa)

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