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​Urlaub in Mersin: Sonnengeküsst vor der Kulisse des Taurusgebirges

14.6.2020 23:03 Uhr

Antalya ist noch immer das liebste türkische Reiseziel der Deutschen. Doch die im Osten der türkischen Riviera gelegene Provinz Mersin mit der gleichnamigen Stadt werden von der Tourismusbranche gerade entdeckt. Zeit, sie kennenzulernen, bevor es zu viele tun!

In zauberhafte Buchten schmiegen sich die Strände von Mersin, die als die saubersten der türkischen Riviera gelten. Als kilikische Küste bezeichnet man diesen Landstrich auch. In der Küstenstadt Mersin, die nach Einwohnerzahl nur etwas kleiner als Antalya ist, gibt es natürlich Hotels jeder Klasse, von einfach bis luxuriös, doch viele andere Küstenorte der Region haben sich ihren ursprünglichen urbanen Charme bewahrt.

Strand von Mersin (Bild: imago images/ imagebroker)

Ein Badeort und Geheimtipp

Einer der schönsten Badeorte ist Kizkalesi, der ca. 50 Kilometer östlich der Stadt Mersin liegt. Er gilt als Geheimtipp, den kaum ein Pauschalurlauber kennt. Seine Strände sind feinsandig, das Meer kristallklar. Unterkunft bieten kleine Hotels, Ferienwohnungen und auch Campingplätze. Vom Strand aus sieht man eine Insel mit den Ruinen einer antiken Burg, die ein bekanntes türkisches Fotomotiv ist. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Mädchenburg (Kiz Kalesi), die der Stadt ihren Namen gab und eine türkische Dornröschen-Variante erzählt: Eine Prinzessin wohnte dort, weil ihr Vater glaubte, sie nur auf einer Insel vor Bösem beschützen zu können, doch über einen Obstkorb gelangte eine Schlange zu ihr, biss und tötete sie.

Andere Strände der Region

Ein weiterer, noch kleinerer Badeort der Region ist Narlikuyu. Das Wasser seiner Bucht ist türkisfarben. Es gibt einfache Restaurants, die frischen Fisch zu Fladenbrot und mit Granatapfelsirup angemachtem Salat servieren. In einem römischen Badehaus kann das berühmte "Mosaik der drei Grazien" angeschaut werden.

Einen weiteren schönen Strand gibt es in Ovacik, einem Fischerort. Die Halbinsel, auf der er sich befindet, zählt zu den zauberhaftesten Landschaften der Türkei. Das Meer rund herum ist bei Tauchern, aber auch bei Seglern sehr beliebt. Im Ferienort Bozyazi ist Camping angesagt.

Zwischen Himmel und Hölle

Die Region Mersin hat auch kulturinteressierten Urlaubern viel zu bieten. So befinden sich in der Nähe von Narlikuyu die Korykischen Grotten, die man in der Türkei als "Cennet ve Cehennem" (dt. Himmel und Hölle) kennt. In den "Himmel" gelangt man über ca. 300 Stufen etwa 100 Meter tief. Man findet dort die Reste einer kleinen, aus dem fünften Jahrhundert stammenden Marienkapelle sowie die Reste eines Tempels des Zeus Korykios. Die noch etwas tiefere, am Boden bewaldete "Hölle" ist nicht begehbar. Ihre Luft soll giftig sein.

Marienkapelle in Mersin (Bild: imago images/ imagebroker/ Bahnmüller)

In der Stadt Mersin gibt es die zu Zeiten der Hethiter entstandene antike Stätte Kizuwatna zu besichtigen. Auf dem naheliegenden Yumuktepe-Hügel finden sich Ausgrabungen, die auf Siedlungen von 6.000 bis 7.000 v. Chr. zurückdatieren. Überhaupt wandert man überall in der Stadt auf den Spuren alter Völker, vor allem der Römer und Byzantiner.

(jk)

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