Hürriyet

​Türkei verstärkt Corona-Maßnahmen und verfolgt Quarantäneverstöße

17.9.2020 10:35 Uhr

Die türkischen Behörden gehen nun verstärkt gegen Menschen hervor, die gegen die Coronavirus-Maßnahmen verstoßen und belegen sie mit hohen Geldstrafen. Des Weiteren werden die Unruhestifter bei Verstoßen in Studentenwohnheime unter Quarantäne gestellt.

Die Entscheidung kam, nachdem die Coronavirus-Fälle in der Türkei rapide zugenommen haben und die Behörden feststellten, dass einige Corona-Infizierten die Regeln der Selbstisolation ignorierten und an überfüllten gesellschaftlichen Veranstaltungen teilnahmen. Polizeiteams in mehreren Provinzen entdeckten Personen, bei denen Covid-19 diagnostiziert wurde und die ihr tägliches Leben trotz der Infektion fahrlässig in der Öffentlichkeit fortsetzten.

Unterbringung in Studentenheimen

Sechs Personen, bei denen festgestellt wurde, dass sie die Selbstisolationsregeln nicht eingehalten wurden, wurden hier mit einer Geldstrafe belegt und sofort in Studentenwohnheime untergebracht. Die obligatorischen Quarantänegebühren für vierzehn Tage, die die „Missachter“ im Wohnheimzimmer verbringen müssen, müssen sie selbst bezahlen.

Das Büro des Gouverneurs von Kocaeli hat angekündigt, dass die Gebühr für die obligatorische Quarantäne im Wohnheimzimmer pro Tag 80 Lira (ca 9 Euro) betragen wird. Persönliche Hygieneartikel wie Zahnbürste und Seife werden gegen eine zusätzliche Gebühr von 25 Lira (2,80 Euro) verkauft. Die Geldstrafen werden jedoch voraussichtlich in den einzelnen Provinzen unterschiedlich teuer sein.

Alle Unterhaltungsmöglichkeiten müssen geschlossen werden

Unabhängig davon hat das Innenministerium den Gouverneursbüros allen Provinzen des Landes ein Rundschreiben über die Aktivitäten von „öffentlichen Erholungs- und Unterhaltungsorten“ übermittelt. Das Ministerium teilte mit, dass einige Vergnügungsstätten wie Bars, Pubs, Tavernen und Nachtclubs sich an die Gemeinde oder die spezielle Provinzverwaltung wandten und ihren Geschäftsbereich zu Cafés und Restaurants änderten, um ihre früheren Aktivitäten fortsetzen zu können.

Vergnügungsstätten, die trotz des Rundschreibens ihre früheren Aktivitäten fortsetzen, werden geschlossen.

(gi)

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