Hürriyet

​Türkei: Stromerzeugung von Wasserkraftwerken sinkt um 12 Prozent

7.1.2021 9:25 Uhr

Die Energieerzeugung von Wasserkraftwerken in der Türkei ging 2020 aufgrund von Dürre um 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Die anhaltende Trockenheit im Land und die Notwendigkeit, Wartungsarbeiten an alternden Erdgasanlagen durchzuführen, bergen jetzt Risiken für die Energieversorgung. Die Nachfrage nach Strom sank in den ersten Monaten des Covid-19-Ausbruchs als sich die Wirtschaftstätigkeit verlangsamte. Erneuerbare Energiequellen, mit Ausnahme von Wasserkraftwerken, entpuppten sich als Hauptlieferant von Strom in dieser Zeit.

Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung des Landes stieg 2020 gegenüber 2019 um 13 Prozent. Die Stromerzeugung aus Braunkohlekraftwerken und Wasserkraftwerken ging im vergangenen Jahr jedoch um 18 Prozent bzw. 11,5 Prozent zurück. Dürre war der Hauptgrund für die Verlagerung der Stromerzeugungsquelle, da der Wasserstand in Dämmen zurückging, was sich nachteilig auf die Stromerzeugung in Wasserkraftwerken auswirkte.

Kraftwerke der Türkei benötigen dringend Wartungsintervalle

Zu Beginn des Jahres 2020 mussten fünf mit Braunkohle betriebene Anlagen den Betrieb vollständig einstellen, da sie nicht die erforderlichen Investitionen zur Einhaltung der Umweltvorschriften tätigten. Währenddessen war eine andere Anlage gezwungen, die Produktion komplett einzustellen. Das bedeutete, dass die Leistung von 3600 MW sechs Monate lang nicht genutzt wurde. So ging die Stromerzeugung aus Braunkohle deutlich zurück. Laut Cem Asik, dem Leiter des Verbandes der Stromerzeuger (EÜD), ist es an der Zeit, dass eine Reihe von Erdgaskraftwerken größeren Wartungsarbeiten unterzogen werden.

"Die Stromerzeugungsflotte der Türkei altert und Kraftwerke benötigen umfangreiche Wartungsarbeiten. Diese Anlagen verfügten jedoch nicht über finanzielle Mittel, um die Kosten für solche Arbeiten zu decken. Wenn diese Wartungsarbeiten nicht durchgeführt werden, können schwerwiegende plötzliche Fehlfunktionen in diesen Einrichtungen auftreten und dies ist ein Risiko", sagte er. Er stellte außerdem fest, dass der Energieerzeugung eine Kapazität von rund 3000 MW hinzugefügt wurde und 2500 MW dieser Kapazität aus erneuerbaren Energien stammten.

(ce)

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