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​Türkei: Malatyaspor, Kayserispor und Ankaragücü steigen aus Süper Lig ab

25.7.2020 23:27 Uhr

Der letzte Spieltag der türkischen Süper Lig am Samstagabend hatte es nochmal richtig in sich. Gerade unten im Tabellenkeller war alles sehr eng. Und oben wollte Besiktas noch an Sivasspor vorbeiziehen. Damit würden die Schwarzen Adler, wenn die CAS das Urteil der UEFA gegen Trabzonspor bestätigt, in der Qualifikation zur Champions League stehen. Für den Rest ging es eigentlich mehr oder weniger um nichts mehr – abgesehen vom statistischen Wert. Besiktas siegt 3:0 bei Genclerbirligi Ankara und da Göztepe Izmir Sivasspor 3:1 schlug, ziehen die Adler tatsächlich auf den dritten Platz der Tabelle. Yeni Malatyaspor hat sein Heimspiel gegen Gazisehir Gaziantep mit 0:1 verloren und Kayserispor musste sich zuhause mit 1:2 gegen Trabzonspor geschlagen geben. Da war es gleich, dass MKE Ankaragücü 1:0 bei Yukatel Denizlispor siegte, denn Malatyaspor, Kayserispor und Ankaragücü müssen damit in die 2. Liga.

Göztepe Izmir vermieste Sivasspor nach Herzenslust den Abend. Bei einem Ausschluss von Trabzonspor von den europäischen Wettbewerben konnte Sivas mit einem Sieg sicher sein, dann in der Qualifikation der Champions League zu stehen. Das ließ Göztepe nicht zu. Stefano Napoleoni erzielte in der 31. Minute das 1:0 per Elfmeter. In der 50. Minute konnte Fernando Andrade zwar zum 1:1 ausgleichen, aber Marcio Mossoro stellte den alten Abstand mit dem 2:1 in der 56. Minute wieder her. In der 5. Minute der Nachspielzeit erhöhte Berkan Emir per Elfer auf 3:1. Der Abschluss war in der 7. Minute der Nachspielzeit der Platzverweis von Eren Bilen von Izmir.


Beim Spiel zwischen Genclerbirligi Ankara und Besiktas Istanbul dauerte es bis zum ersten anerkannten und offiziellen Tor bis zur 52. Minute. Atiba Hutchinson traf vom Punkt per Elfer zum 0:1. In der 78. Minute erhöhte Abdoulay Diaby auf 0:2 und in der 81. Spielminute schraubte Mohamed Elneny erneut per Elfmeter den Deckel drauf. Mit dem Sieg kletterten die Schwarzen Adler von Dolmabahce Palast auf den dritten Rang der Tabelle und dürfen nun darauf hoffen, wenn die Sperre durch die UEFA vor dem CAS bestehen bleibt, in die Qualifikation zur Champions League zu kommen.


Auch in Kayseri dauerte es bis zur zweiten Hälfte, bis zwischen Kayserispor und Trabzonspor Tore fielen. In der 63. Minute traf zuerst Filip Novak für die Gäste von der Schwarzmeerküste zum 0:1. Pedro Henrique glich den Vorsprung in der 86. Minute per Elfmeter aus – 1:1. In der 6. Minute der Nachspielzeit kam der große Auftritt des Norwegers Alexander Sörloth, der von Top-Klubs in Europa beobachtet wird. Er versenkte die Kugel zum 1:2. Damit hat Trabzonspor alle das getan, was in der Macht des Teams steht, auf regulärem Weg die Qualifikation zur Champions League zu schaffen. Nun muss nur noch das Schiedsgericht mitspielen und das Startverbot aufheben. Sonst war alles umsonst.


In Kadiköy in Istanbul traf Fenerbahce auf Caykur Rizespor. In der 39. Minute gab es einen Elfmeter für die Kanarienvögel und es sollte ein historisches Tor werden. Emre Belözoglu trat an und markierte das 1:0 – sehr wahrscheinlich der letzte Treffer seiner aktiven Karriere. In der 23. Minute glich Milan Skoda für Rize aus, bevor Garry Rodrigues in der 60. Minute wieder alles Erfolg für Fener stellte – 2:1. In der 8. Minute der Nachspielzeit war es dann Ozan Tufan, der mit dem 3:1 alles klar machte. Für die Kanarien war es ein Mustersieg ohne Wert, denn an den internationalen Wettbewerben nehmen sie nicht teil.


Bereits am Freitagabend musste sich Galatasaray bei Fraport Antalyaspor mit einem 2:2 begnügen. Fredy legte in der 19. Minute die Führung der Hausherren vor, bevor in der 58. Minute Marcelo Saracchi und in der 65. Younes Belhanda per Elfmeter auf 1:2 für die Löwen stellten. Doch das nutzte recht wenig, denn in der 2. Minute der Nachspielzeit traf Gustavo Blanco für Antalya zum 2:2. Lukas Podolski konnte wegen einer Verletzung nicht gegen seinen Ex-Klub antreten.


Durch das 2:2 der Löwen gegen Antalya konnte Alanyaspor noch an den Istanbulern vorbeiziehen. Doch zuerst spielte in Konya nur Konyaspor selbst. Alper Uludag erzielte in der 20. Minute das 1:0 und Marin Anicic erhöhte in der 27. Spielminute auf 2:0. Doch die zweite Hälfte gehörte dem Pokalfinalisten. In der 62. Minute war es Junior Fernandes, der zum 2:1 traf. In der 80. Minute glich Anastasios Bakasetas zum 2:2 aus und in der 87. Minute drehte Efecan Karaca das Spiel komplett. Das wurde dann mit dem 5. Platz in der Tabelle belohnt.


Beim Spiel Yeni Malatyaspor gegen Gazisehir Gaziantep war in der 64. Minute Papy Djilobodji der Torschütze des Tages für Antep. MKE Ankaragücü verabschiedete sich mit einem Auswärtssieg bei Yukatel Denizlispor aus der Süper Lig. In der 4. Minute der Nachspielzeit traf Ilhan Parlak für den zukünftigen Zweitligisten aus der türkischen Hauptstadt. Am Sonntag steht noch ein kleines Istanbul-Derby an. Dann trifft Kasimpasa am Goldenen Horn auf den frischgebackenen Meister Basaksehir, bevor am Abend die Halbfinal-Rückspiele um den Aufstieg in die Süper Lig ausgespielt werden.


(ce)

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