Symbolbild: imago images / Karina Hessland

​Türkei: Knapp 1000 extreme Wetterereignisse im Jahr 2020

22.1.2021 19:34 Uhr

Das Jahr 2020 erreichte in der Türkei mit 984 Fällen von Überschwemmungen, Hagel, starken Niederschlägen und Stürmen einen Rekord bei extremen Wetterereignissen. Laut Daten des türkischen staatlichen Wetterdienstes lag die Durchschnittstemperatur in der Türkei im Jahr 2020 bei 14,9 Grad Celsius. Damit lag der Durchschnittswert rund 1,4 Grad Celsius über dem Durchschnitt von 2019. Damit lässt sich ein Klimawandel nicht mehr von der Hand weisen.

"Das Jahr 2020 war das drittwärmste Jahr seit 1971", stellten die Wetterdienste fest. Die heißeste Temperaturanomalie wurde im September und Oktober 2020 mit einem Unterschied von 3,4 beziehungsweise 3,2 Grad Celsius oberhalb der Mittelwerte beobachtet. Beide waren laut dem Bericht die heißesten Monate, die jemals in den letzten 50 Jahren verzeichnet wurden. Das ganze Jahr über gab es keinen nennenswerten Niederschlag. Von den 81 Provinzen der Türkei hatten 71 im Vergleich zu den Vorjahren im Jahr 2020 rund 13 Prozent weniger Niederschlag.

Ein Sandsturm zog 2020 über Ankara

Februar, März, Mai und Juni waren die einzigen Monate, in denen Niederschlag und Schnee über den saisonalen Normen lagen. Aufgrund des Klimawandels gab es in der Türkei im Jahr 2020 rund 984 extreme Wetterereignisse, die höchste Zahl aller Zeiten. "Unter diesen Ereignissen waren 30 Prozent Hochwasserereignisse, 27 Prozent Sturmereignisse und 23 Prozent Hagelereignisse", heißt es in dem Bericht. Der Rest der aufgezeichneten Extremereignisse bestand aus Starkgewittern mit sieben Prozent, Schnee mit fünf Prozent, Erdrutschen und Frost mit zwei Prozent und Lawinen, Sandstürmen und Nebel mit einem Prozent.

Letztes Jahr im Februar ereigneten sich zwei Lawinen in der östlichen Provinz Vans im dortigen Bahcesaray-Distrikt. Bei Überschwemmungen in der nordwestlichen Provinz Bursa und in der Schwarzmeerprovinz Giresun im Juni beziehungsweise im August 2020 kamen viele Menschen ums Leben. Im vergangenen September wurden in der Schwarzmeerprovinz Gümüshane zwei Menschen durch Blitzeinschläge getötet und ein heftiger Sandsturm zog über die Hauptstadt Ankara.

(ce)

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