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​Türkei: Innenministerium meldet für 2020 Rückgang der gerichtsrelevanten Vorgänge

3.1.2021 18:32 Uhr

Eine Reihe von gerichtsrelevanten Vorfällen in der Türkei, darunter Einbruch, Femizide, Drogenkriminalität und Verkehrsunfälle, seien zurückgegangen, teilte der türkische Innenminister Süleyman Soylu der Öffentlichkeit mit. Bei Verkehrsunfällen in der Türkei kamen im Jahr 2020 nach den Zahlen 4890 Menschen ums Leben - nach rund 5473 Unfalltoten im Jahr 2019.

"Mit den Maßnahmen, Inspektionen, Schulungen, der Verbesserung der Straßen, der technologischen und gesundheitlichen Reaktionsfähigkeit und der Aufmerksamkeit unseres Landes sind die Todesfälle bei Verkehrsunfällen in den letzten 10 Jahren von 13,4 pro hunderttausend Einwohner auf 5,9 gesunken", sagte Soylu in einem Beitrag, den er auf Twitter geteilt hat. "Die Sterblichkeitsrate im Jahr 2020 war im Vergleich zu den letzten 10 Jahren am niedrigsten", fügte eru hinzu. In den letzten 10 Jahren wurden 2015 mit 7500 Todesfällen die höchste Opferzahl bei Verkehrsunfällen verzeichnet. Das zunehmende Vorgehen gegen Drogen hat der Türkei geholfen, mit dem Problem umzugehen. Laut Soylu beschlagnahmten Sicherheitskräfte 2019 in der Türkei 114 Millionen Cannabispflanzen und 87 Tonnen Marihuana mit einem Straßenwert von 23 Milliarden türkischen Lira (2,55 Milliarden Euro) in mehr als 158.000 Anti-Drogen-Operationen. Nach Angaben von Soylu wurden im Jahr 2020 in der Türkei 229.156 Personen wegen Drogenkriminalität festgenommen und 23.693 Personen inhaftiert. In Bezug auf drogenbedingte Todesfälle sagte Soylu, dass im Jahr 2020 im Land 175 Menschen starben, während die Zahl der Todesopfer im Jahr 2017 bei 941 lag.

Zahl der Femizide wird als rückläufig gemeldet

Soylu gab darüber hinaus an, dass mit den Maßnahmen die Zahl der Femizide um 21 Prozent abnahm. In seinem Twitter-Beitrag stellte Soylu fest, dass 266 im Jahr 2020 ermordete Frauen nach dem Gesetz Nr. 6284 als Fälle von Femizid angesehen wurden, während die Zahl im Jahr 2019 bei 336 lag. Die vom Minister geteilte Grafik enthielt auch die Information, dass der Antrag auf Unterstützung von Frauen (KADES) von 1,3 Millionen Menschen heruntergeladen wurde und mehr als 68.000 Mitteilungen eingingen. Nach Angaben von Kadin Cinayetlerini Durduracagiz Platformu (Wir werden die Femizide stoppen), die landesweit eine Liste von Femiziden führt, wurden im Jahr 2020 in der Türkei 300 Frauen von Männern getötet. Der Tod von 171 Frauen wurde als "verdächtiger Tod" registriert, während die Täter der Mehrheit der ermordeten Frauen wieder ihre Verwandten waren. Im Gespräch mit der Tageszeitung Milliyet erklärte Aysen Ece Kavas, dass die Zahl der Opfer seit 2011, dem Jahr der Unterzeichnung des Istanbuler Übereinkommens, das offiziell als Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt bekannt ist, regelmäßig zugenommen habe.

Die Zahl der Einbrüche in der Türkei seien in diesem Jahr um zehn Prozent gesunken, stellte Soylu fest. "Der tägliche Durchschnitt der Hauseinbrüche ist im Jahr 2020 auf 158 gesunken", sagte Soylu und fügte hinzu, dass die Zahl im Jahr 2019 noch 172 betrug. Während die Rate der gelösten Diebstahlsfälle im Jahr 2015 in der Türkei 22,6 Prozent betrug, stieg diese Rate im Jahr 2020 auf 38 Prozent.

(ce)

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