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​Türkei: Historisches Kloster Sumela wiedereröffnet

29.7.2020 11:28 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am 28. Juli das historische Sumela-Kloster in der Schwarzmeerprovinz Trabzon wiedereröffnet.

Während der Eröffnung des Klosters in Trabzon per Videokonferenz wies Präsident Recep Tayyip Erdogan die Kritik an der Umwandlung der Istanbuler Hagia Sophia zur Moschee in der vergangenen Woche zurück. "Wenn wir eine Nation wären, die es auf die Symbole anderer Glaubensrichtungen abgesehen hätte, wäre das Sumela-Kloster, das wir seit fünf Jahrhunderten haben, schon für immer verschwunden", so Erdogans Worte. Er selbst war bei der Veranstaltung nicht anwesend. "Am 15. August können unsere orthodoxen Bürger den Gottesdienst der Jungfrau Maria durchführen“, fügte er hinzu.

Präsident Erdogan war per Videokonferenz zugeschaltet (Bild: dha)

Dreijährige Restaurierungsarbeiten

Die Restaurierungsarbeiten im majestätischen Kloster wurden nach drei Jahren harter Arbeit endlich abgeschlossen. Teile des Klosters wurde im Mai 2019 und im Juni 2020 schon für Besucher geöffnet, doch jetzt könne man die historische und religiöse Einrichtung wieder in voller Pracht bestaunen.

Nahaufnahmen des historischen Klosters (Bild: imago images/ suedraumfoto)

Das Kloster Sumela im Bezirk Macka ist ein Ort von historischer und kultureller Bedeutung. Es wurde im Jahr 2000 in die vorläufige Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Nach einer 88-jährigen Pause wurde es am 15. August 2010 mit der Genehmigung des Ministeriums für Kultur und Tourismus für religiöse Zwecke wiedereröffnet. Das Klippenkloster, das sowohl Einheimische als auch Ausländer auf sich aufmerksam gemacht hat, beherbergt jedes Jahr Hunderttausende von Touristen. Nach Angaben der U.N. wurde das Kloster 385 n. Chr. erbaut.

Griechisch-orthodoxer Patriarch bedankt sich für Sumela

In der Zwischenzeit dankte der griechisch-orthodoxer Patriarch Bartholomäus I. von Phanar am 27. Juli Erdogan für die Restaurierung des Klosters in Trabzon. Die türkische Kommunikationsdirektion sagte in einer Erklärung, dass Erdogan und Bartholomäus telefoniert hätten.

(gi)

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