imago images / Sven Simon

​Türkei: Diskussionen über Virustests für "Privilegierte"

23.8.2020 19:24 Uhr

Eine hitzige öffentliche Debatte ist aufgeflammt, nachdem ein hochrangiger Bürokrat getwittert hat, dass er nach "regelmäßigen" Tests herausgefunden hat, dass er Covid-19 hat. Und an der Formulierung "regelmäßige Tests" stößt sich die Öffentlichkeit. Damit setzte sich Ahmet Hakan, Chefredakteur der türkischen Hürriyet, auseinander.

"Ein großer Teil der Gesellschaft, einschließlich meiner selbst, hatte noch nie einen Test auf das Coronavirus. Ich bin jedoch zu der Erkenntnis gekommen, nachdem ein General Manager getwittert hat, er habe sich regelmäßig testen lassen, dass es eine privilegierte Gruppe gibt, die regelmäßig Tests auf das Coronavirus durchführt", schrieb Ahmet Hakan, Chefredakteur und Kolumnist der Tageszeitung Hürriyet. "Eine Kategorie von Menschen, die regelmäßig Tests haben ... Dies ist ein Stolperstein für die Türkei, eine Gesellschaft ohne Klassen und Privilegien zu werden", fügte Hakan hinzu.

Medizinisches Personal bekommt keine regelmäßigen Tests

Angesichts der öffentlichen Reaktion sagte Temel Kotil, der General Manager der Turkish Aerospace Industries Inc. (TUSAS), in einem weiteren Tweet, dass er auf Ersuchen von Ärzten insgesamt drei Tests hatte. Zudem seien seine Besuche erforderlich gewesen, um diese Tests auf das Coronavirus durchzuführen. Sinan Adiyaman, Vorsitzender des Zentralkomitees der türkischen Ärztekammer (TBB), beklagte sich darüber, dass die Beschäftigten im Gesundheitswesen über die Tatsache verärgert sind, dass einige Menschen regelmäßig Tests auf das Coronavirus durchführen lassen. Ihnen würden derartige Tests auf Covid-19 auf regelmäßiger Basis verweigert.

Dr. Servet Ünsal, ein Abgeordneter der Republikanischen Volkspartei (CHP) von der Regierungs-Opposition, sagte, dass die Bürger nicht in Krankenhäusern getestet werden können, aber im Parlament wurden PCR-Geräte für Covid-19-Testungen im Wert von Hunderttausenden Euro etabliert.

(ce)

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