imago images / ZUMA Wire

​Türkei: Corona-Beschränkungen könnten ab 15. Februar fallen

9.1.2021 14:02 Uhr

Die derzeitigen Beschränkungen der Bürger*innen zur Kontrolle der Ausbreitung von Covid-19 in der Türkei könnten nach dem 15. Februar aufgehoben werden, sagte Professor Mustafa Necmi Ilhan vom Wissenschaftsrat des türkischen Gesundheitsministeriums. Das ist der Zeitpunkt, an dem einem Teil der Personen, welche in der ersten Impfreihe stehen, die zweite Dosis des Cvid-19-Impfstoffs verabreicht wurde.

"Wir haben beobachtet, dass die Auswirkungen der Ausgangssperren stark greifen. Im vergangenen Monat ging die Zahl der Erkrankten von 7000 auf rund 1500 zurück", kommentierte er die offiziellen Zahlen des Gesundheitsministeriums. Er betonte ferner, dass die Regierung plane, ein umfangreiches Impfprogramm einzuführen. "Wenn die erste Dosis am 15. Januar verabreicht wird, sollte die zweite Impfung 28 Tage später vorgenommen werden. Das wäre etwa am 15. Februar. Daher ist es besser, die Beschränkungen nach diesem Datum aufzuheben", sagte er.

Wiedereröffnung der Schulen in der Türkei noch nicht in Sichtweite

Wenn Beschränkungen implementiert werden, würde erstens die Anzahl der Fälle sinken und danach würde man einen Rückgang der Zahl der Opfer beobachten, sagte Ilhan und fügte hinzu, dass die Beschränkungen fortgesetzt werden sollten, damit sich dieser Abwärtstrend fortsetzt. Laut seinen Äußerungen glaube er nicht, dass Silvester den Verlauf des Ausbruchs beeinträchtigen würde. Das müssten aber die Zahlen, die in den nächsten Tagen veröffentlicht werden sollen, erst belegen. In Bezug auf die Wiedereröffnung von Schulen sagte Ilhan, wenn die Zahl der täglichen Fälle unter 1000 sinken und sich die Aussichten in bestimmten Provinzen verbessern würden, könnte der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden.

In der Zwischenzeit wurde von der Generaldirektion Gesundheitsdienste ein offizieller Brief über Coronavirus-Impfstoffe an 81 Provinzen geschickt. In Krankenhäusern mit 50 oder weniger Betten werden fünf Impfstoffinjektionsräume und in Krankenhäusern mit 1000 oder mehr Betten 25 Impfstoffinjektionsräume vorhanden sein. In dem Schreiben wurde darauf hingewiesen, dass pro 10 Impfinjektionsräume ein verantwortlicher Arzt eingesetzt wird. Bürger, die sich impfen lassen möchten, müssen Termine vereinbaren, um in Krankenhäuser zu kommen.

(ce)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.