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​Türkei: Besiktas düpiert Trabzonspor im eigenen Stadion mit 1:3

13.9.2020 21:04 Uhr, von Chris Ehrhardt

Am Sonntagabend sah die Süper Lig in der Türkei zwei Spiele. Dabei trafen an der Schwarzmeerküste mit Trabzonspor und Besiktas Istanbul zwei Erzrivalen aufeinander. Dabei düpierten die Schwarzen Adler vom Dolmabahce Palast den Pokalsieger und Vizemeister des Vorjahres mit 1:3. In der zweiten Begegnung musste sich Fraport Antalyaspor mit Genclerbirligi Ankara auseinandersetzen. Antalya war zu stark für den Aufsteiger der letzten Saison und setzt sich mit 2:0 durch. Nuri Sahin kam zu seinem ersten Auftritt im Trikot von Antalyaspor.

In der ersten Hälfte zwischen Trabzonspor und Besiktas konnte man erkennen, dass es oft die schwer gehypten Partien sind, die gerade zum Auftakt einer Saison nicht das halten, was sie versprechen. Beiden Mannschaften merkte man an, dass sie noch nicht wirklich eingespielt sind. Das Spiel war sehr statisch und mit vielen Fehlern behaftet. Nach vorne ging recht wenig zusammen. Fünf Schussversuche hatte Besiktas und Trabzonspor ganze drei Versuche. Unterschied: Die Schwarzen Adler hatten in der 29. Minute Tyler Boyd und Hüseyin Türkmen auf der Gegenseite. Atiba Hutchinson hatte Boyd angespielt, der zog ab und Türkmen hielt seinen Kopf dazwischen. Ugurcan Cakir im Tor hatte keine Chance, den von seinem Teamkollegen in den Winkel verlängerten Ball zu halten, den er ohne das Eingreifen wohl gehabt hätte – 0:1 derzeit noch durch Tyler Boyd, obwohl es ganz sicher ein Eigentor von Türkmen war. Dabei blieb es dann auch zur Halbzeit.

Schiedsrichter dezimiert Trabzon und Besiktas drehte auf

Bei Trabzon merkte man in der zweiten Hälfte, dass da vorne ein echter Knipser fehlte. Man mühte sich, aber von den Spitzen ging keinerlei echte Gefahr aus. Trabzon hatte bis zur 60. Minute knapp 66 Prozent Ballbesitz, aber es kam nichts an Zählbarem dabei rum. In der 62. Minute dann der große Auftritt von Schiedsrichter Ali Sansalan. Der wurde vom VAR angebeept, man habe eine Rangelei bei einer Ecke zwischen Atiba und Flavio da Silva gesehen. Der Referee schaute sich das an, pfiff Elfmeter und zeigte dem bereits mit Gelb vorbelasteten Brasilianer den zweiten gelben Karton – Gelb-Rot. Kann man den Elfer geben? Ja, aber man musste ihn nicht pfeifen. Das Ganze beeindruckte Bernard Mensah wenig und er traf in der 64. Minute vom Punkt – 0:2. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass bereits nach dem ersten Spieltag die Schiedsrichterdiskussion in der Süper Lig wieder zur Hochform auflaufen wird. Das Tor und die personelle Überzahl gaben Besiktas Auftrieb und ein schön vorgetragener Angriff über die linke Seite vom eingewechselten Dorukhan Toköz in der 74. Minute fand in der Mitte den ebenso eingewechselten Jeremain Lens, der sich vehement durchsetzte und einschob – 0:3. Damit war die Messe an der Schwarzmeerküste gelesen. Dabei hatte das Spiel noch ein echtes Kuriosum zu bieten und das in der 86. Minute. Langer Abschlag von Cakir bis in die Hälfte von Besiktas. Welinton Silva wollte zum Ball, aber Keeper Ersin Destanoglu sagte an, er habe den Ball. Dumm nur, dass Abdülkadir Ömür mit dem Kopf dazwischenfunkte und die BJK-Hintermannschaft ganz alt aussehen ließ - 1:3. So ein Tor sieht man nicht oft. Danach konnte kaum noch etwas kommen, das zu toppen. So blieb es dann beim 1:3.


Beim Spiel Fraport Antalyaspor gegen Genclerbirligi Ankara sah es in der ersten Hälfte chancentechnisch auch nicht rosig aus. Vielleicht hätte es Sinn gemacht, Ex-Weltmeister Lukas Podolski und Nuri Sahin sofort zu bringen. Antalya hatte mehr von Spiel, wusste aber zuerst aus der Überlegenheit so gar nichts zu machen. Zumindest bis zur 41. Minute. Da war es dann Bünyamin Balci, der auf Vorarbeit von Fredy Ribeiro traf – 1:0. Mit dem knappen Vorsprung ging es in die Pause. In der 68. Minute war es dann für den Ex-Dortmunder Nuri Sahin so weit, dass er zu seinem ersten Einsatz kam – während Lukas Podolski weiter draußen saß. Doch auch ohne Prinz Poldi fand Antalyaspor das Tor. In der 77. Minute brachte Amilton Mitspieler Hakan Özmert in Schussposition und der machte das eiskalt – 2:0. Dabei blieb es bis zum Abpfiff.


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