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​Türkei auf Rang 54 beim UN-Index für menschliche Entwicklung gestiegen

15.12.2020 17:44 Uhr

Die Türkei stieg in der Rangliste beim UN-Index für menschliche Entwicklung um fünf Plätze und belegte im vergangenen Jahr den 54. Platz unter 189 Ländern und Territorien. Das Land verzeichnete einen Wert von 0,820 im Human Development Index (HDI), der vom UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) für 189 Länder am Dienstag bekannt gegeben wurde.

Der Bericht über die menschliche Entwicklung mit dem Titel "The Next Frontier: Menschliche Entwicklung und das Anthropozän" zeigte, dass die Türkei seit 1990, als die ersten Berichte über die menschliche Entwicklung veröffentlicht wurden, erhebliche Verbesserungen erzielt hat. Der HDI-Wert des Landes stieg von 0,583 auf 0,820. HDI ist eine zusammenfassende Maßnahme zur Bewertung des langfristigen Fortschritts in drei grundlegenden Dimensionen der menschlichen Entwicklung: Ein langes und gesundes Leben, Zugang zu Wissen und ein angemessener Lebensstandard. Norwegen behielt seine Spitzenposition bei und verzeichnete 2019 einen Indexwert von 0,957, gefolgt von der Schweiz mit 0,955 sowie Island und Hongkong mit jeweils 0,949. Niger lag mit 0,394 am Ende der Index-Rangliste. Es folgten die Zentralafrikanische Republik mit 0,397, der Tschad mit 0,398 sowie der Südsudan und Burundi mit 0,433. Dem Bericht zufolge lag der durchschnittliche Indexwert für die sehr hohe menschliche Entwicklungsgruppe bei 0,898 und für Länder in Europa und für Zentralasien bei 0,791.

Türkei auf Rang 66 bei Ungleichheit der Geschlechter

Die Lebenserwartung bei der Geburt in der Türkei war im vergangenen Jahr gegenüber 1990 um 13,4 Jahre gestiegen. Die durchschnittlichen Schuljahre des Landes stiegen in den letzten 29 Jahren um 3,6 Jahre, während die erwarteten Schuljahre um 7,7 Jahre zunahmen. Das Bruttonationaleinkommen der Türkei pro Kopf stieg zwischen 1990 und 2019 um über 122,4 Prozent auf 27.701 US-Dollar, heißt es in dem Bericht.

Der Bericht zeigte auch die Rangliste für den Index der Geschlechterungleichheit in drei Dimensionen - reproduktive Gesundheit, Stärkung der Rolle der Frau und wirtschaftliche Aktivität. Die Türkei belegte im vergangenen Jahr den 66. Platz von 162 Ländern mit einem Indexwert für die Ungleichheit der Geschlechter von 0,306. In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass die Menschheit in eine neue geologische Epoche eingetreten ist, die als "Anthropozän" oder "Zeitalter der Menschen" definiert ist und dass die Länder ihre Wege zum Fortschritt neu gestalten sollten, indem sie den gefährlichen Druck, den Menschen auf den Planeten ausüben, vollständig berücksichtigen und die Ungleichgewichte abbauen.

(ce)

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