Hürriyet

​Türkei: 60-Sekunden-Streik in der Süper Lig

19.12.2020 13:19 Uhr

Der Fußball in der Türkei und die Übertragungsrechte sowie die daraus folgenden Zahlungen sind ein Thema für sich und stehen seit geraumer Zeit schon auf der Agenda. Nun soll der Rechteinhaber, die Digiturk beIN Media Group aus Katar, nicht gezahlt haben, wie der türkische Fußballverband TFF mitteilt und die Teams der Süper Lig wollen nach dem Anpfiff in einen 60-Sekunden-Streik gehen.

Der türkische Süper Lig- Sender Digiturk hat seine Pflichtgebühren für die Fußballsaison 2020/21 nicht bezahlt, teilte der türkische Fußballverband am 18. Dezember mit. Die Mitteilung des Fußballverbandes der Bekanntmachung von Digiturk am gleichen Tage, dass man die Lizenzgebühren für diese Saison bezahlt habe. "Die Digiturk beIN MEDIA GROUP hat nicht die vollständige Zahlung für die Übertragungsrechte gemäß den Vertragsbedingungen für die Saison 2020/21 geleistet", sagte der Fußballverband.

Türkische Klubs protestieren gegen den Sender wegen ausbleibender Zahlungen

In der Folge der Ungereimtheiten werden die türkischen Fußballvereine diese Woche gegen den Rechteinhaber für die Süper Lig protestieren, da die beIN Media Group aus Katar ihren wirtschaftlichen Verpflichtungen nicht nachgekommen sein soll. "Alle Fußballspieler werden gegen beIN Sports protestieren, indem sie das Spiel für 60 Sekunden nach dem Startpfiff in den Spielen am 13. Spieltag der Süper Lig und am 15. Spieltag der zweiten türkischen Liga verweigern", lautet die Erklärung der Fußballgewerkschaft der Profi-Klubs der Türkei vom 18. Dezember.

Die Gewerkschaften sagten, beIN SPORTS habe seine Pflichtzahlungen für die Vereine lange Zeit verzögert und die Vereine wären dadurch in ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten geraten. Sie riefen auch die Digiturk beIN Media Group an, um die finanziellen Probleme der Klubs dringend zu lösen und ihren Verpflichtungen nachzukommen. Digiturk hingegen teilte mit, dass man die Übertragungsrechtsgebühr für alle Spiele der Saison 2020/21 an den türkischen Fußballverband TFF gezahlt hat. Die Entscheidung, einen 60-Sekunden-Streik gegen Digiturk durchzuführen, überraschte Digiturk. Digiturk nannte die Entscheidung "unbegründet" und "unfair" und fügte hinzu, dass sie den Marktwert des türkischen Fußballs nachteilig beeinflussen werde.

(ce)

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