DHA

​Türkei: 13 Tote nach Konsum von gepanschtem Alkohol

11.10.2020 16:01 Uhr

Mindestens 13 Menschen sind gestorben, 50 weitere Personen wurden in der ägäischen Provinz Izmir und in der zentralanatolischen Provinz Kirikkale ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie gepanschten Alkohol konsumiert hatten.

Sieben von acht Menschen, die wegen des Verdachts einer Alkoholvergiftung in Kirikkale ins Krankenhaus eingeliefert wurden, kamen ums Leben, während eine Person weiterhin auf der Intensivstation um ihr Leben kämpft. Die Zahl der Menschen, die sich mit Beschwerden, die auf eine Methylalkoholvergiftung hindeuten, in Izmir bei den Rettungsdiensten verschiedener Krankenhäuser einfanden, liegt bei knapp 50. Sechs Menschen verstarben.

Umfangreiche Ermittlungen nach Toten durch Methylalkoholvergiftung

Berichten zufolge befinden sich die meisten Behandelten in einem kritischen Zustand. Bei den Vorkommnissen handelt es sich um die schlimmsten Fälle von Alkoholvergiftungen seit März, als 30 Menschen, hauptsächlich turkmenische Staatsbürger, starben, nachdem sie in Istanbul reinen Alkohol getrunken hatten. Da die Polizei die Geschehnisse intensiv und umfassend untersucht, kommen immer mehr Vergiftungsfälle ans Tageslicht, heißt es in den Berichten. Die Polizei durchsuchte im Zuge der Ermittlungen sechs Orte - darunter ein Lagerhaus und eine Wohnung - und nahm im Zusammenhang mit dem Vorfall drei Verdächtige fest.


Die Verdächtigen waren bereits einschlägig vorbestraft und ihre Akten wiesen Vorstrafen wegen des Verkaufs von gefälschtem Alkohol auf. Das Lager war in der Vergangenheit viermal von der Polizei durchsucht worden. Einige der Opfer waren an hausgemachtem Brauen, Mischen von Ethylalkohol und anderen Zutaten beteiligt, wie die Nachrichtenagentur DHA berichtete. Alkoholvergiftungen durch gepanschten Alkohol haben in den letzten Jahren mehr als 100 Menschenleben in der Türkei gefordert. Da alkoholische Getränke im Land hoch besteuert sind, hat das Schwarzbrennen seinen Markt.


(ce)

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