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​Tauch-Urlaub in der Türkei

28.6.2020 13:12 Uhr

Mit einer 8.000 Kilometer langen Küste, dem mediterranen Klima und faszinierenden Spots wird die Türkei bei Tauchern immer beliebter.

In der Türkei kann man bereits vorhandene Tauch-Expertise ausleben und das Tauchen genauso gut erlernen. Es gibt zahlreiche zertifizierte Tauchschulen, die beides ermöglichen. Ob auf einem traditionellen Holz-Gullet oder einem modernen Sportboot, Tauchtrips werden immer beliebter.

Abwechslungsreiche Artenvielfalt

Während der Tauchsaison von April bis November sind die Konditionen hervorragend. Üblicherweise kann man unter Wasser bis zu 30 Meter sehen. Die Landschaft bietet Riffs, Höhlen und steil abfallende Wände. Darüber hinaus gibt es verschiedene Wracks zu betauchen, von denen manche sehr alt sind. Andere wurden versenkt, um einen Tauchspot zu schaffen und Populationen zu kultivieren. Die Artenvielfalt ist zwar nicht karibisch-bunt, doch mit Rochen, Muränen, Schildkröten, Seepferdchen und Tintenfischen abwechslungsreich genug.

Diese Spots empfehlen Taucher

Einige der schönsten Tauchspots befinden sich vor dem ruhigen, malerischen Badeort Ayvalik. Gerüchten zufolge soll sich dort die versunkene Stadt Atlantis befinden. Als am besten gilt der Tauchgang von Kiz Island aus, wo in ca. 20 Metern Tiefe in einer Landschaft aus bunten Korallen und Seegras getaucht wird.

Unter Tauchern als Ausgangspunkte für Tauchgänge hochgelobt werden Kas und Kalkan. Das kristallklare Meerwasser vor diesen beiden verhältnismäßig zurückhaltend besuchten Urlaubsorten bietet nahezu perfekte Sichtverhältnisse.

Kumbahce Bucht in Bodrum (Bild: imago images/ imagebroker)

Vor Bodrum gibt es eine Reihe von betauchbaren Buchten, von denen manche flach, andere sehr tief sind. Ein Schwammtaucher hat dort einst zufällig das Wrack der Uluburun gefunden, ein aus der Bronzezeit stammende Schiff, dass auf das 14. Jahrhundert v. Chr. zurückdatiert. Unter Wasser kann man es inzwischen nicht mehr besichtigen, sondern muss dazu das Unterwassermuseum in Bodrum besuchen.

Taucher in Marmaris (Bild: imago images/ ZUMA Press)

Stressfreies Urlaubstauchen ist auch in den geschützten Buchten vor Marmaris möglich. Man kann zwischen Küsten- und Bootstauchen wählen. Zu den gern besuchten Spots gehören die für erfahrene Taucher geeignete Ziegeninsel, vor der es hinab bis auf 40 Meter geht, sowie die Kardiga-Höhle, in der Aale antike Weinamphoren bewachen.

In den Gewässern rund um die Datca-Halbinsel lebt die unter Schutz stehende Unechte Karettschildkröte. Andere Meeresbewohner, die man an den Tauchspots antrifft, sind Delphine und Haie. Darüber hinaus kann man in Höhlen tauchen.

Küste in Mersim (Bild: imago images/ Westend61)

Mersin kennen bislang nur wenige europäische Touristen. Die Geschichte, welche die Region mit vielen Kulturen durchlebt hat, kann auch unter Wasser nachvollzogen werden, da in Buchten wie der Sancak-Bucht einige Artefakte liegen.

Nicht fehlen darf Gallipoli, wo es sowohl von Fischen als auch von Wracks wimmelt. Ein Highlight ist die Lundi, ein Cargoschiff, das im April 1915 in der Schlacht von Gallipoli von einem Torpedo getroffen wurde.

(jk)

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