Hürriyet

​Streit um Milliarden-Erbe der türkischen „Bordellkönigin“

7.8.2020 20:37 Uhr

Kerope Cilingir, der Sohn und einzige Erbe der türkisch-armenischen „Bordellkönigin“ Matild Manukyan, ist gestorben. Er wurde 80 Jahre alt, als er am 5. August während einer Operation verstarb. Bei dem Eingriff wurden bei ihm innere Blutungen diagnostiziert.

Die „Bordellkönigin“ Matild Manukyan war einst die größte Steuerzahlerin der Türkei. Im Jahr 2001 verlor sie ihr Leben und hinterließ ein riesiges Vermögen, darunter 486 Immobilien, dutzende Autos, Fünf-Sterne-Hotels, Fabriken sowie Millionen an Bargeld und Aktien. Sie war bekannt als harte und wettbewerbsfähige Geschäftsfrau, hatte in Istanbul eine Kette von 32 Bordellen aufgebaut und von Zeit zu Zeit Lob- und Dankesbriefe von den türkischen Behörden für ihre Gutmütigkeit erhalten.

Bezüglich des Erbes wird nun eine neue Debatte über das Schicksal des massiven Vermögens erwartet, das nach Cilingirs Tod Milliarden wert sein dürfte.

Wer bekommt das Milliarden-Erbe?

Im Jahr 2018 hatten die Verwandten von Manukyan, die in der östlichen Provinz Mus und den westlichen Provinzen Izmir und Kocaeli leben, bei einem Gericht in Istanbul die Erbschaft angefochten.

Die Kläger hatten argumentiert, dass Cilingir das Erbe "usurpiert" habe, obwohl er nicht der Sohn der verstorbenen Frau sei. Manukyans Vermögen beruhte nach Angaben der Kläger hauptsächlich auf der Erbschaft, die sie von ihrem Großonkel Armenak Chah Mouradian und ihrer Großmutter Susan Chah Mouradian erhalten hatte.

(gi)

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