Hürriyet

​Seltene Tulpenart blüht im Osten der Türkei

23.4.2020 21:07 Uhr

In den anatolischen Bergregionen zwischen Diyarbakir und Elazig sind im Frühjahr die seltenen umgekehrten Tulpen erblüht. Auf dem Berg Sakiz sind sie nun in oranger, roter und gelber Pracht zu sehen und haben der dort immer lebendiger werdenden Landschaft noch mehr Farbe verliehen.

Die besondere Tulpenart ist unter den Einheimischen als „die weinende Braut“ bekannt, da sie traditionell von ihren Liebhabern getrennte Bräute darstellt. Sie wird zudem mit den Tränen der Jungfrau Maria und der Kreuzigung Jesu Christi im Christentum in Verbindung gebracht.

Die seltene Pflanze wird in vielen Bereichen der Medizin verwendet und lässt sich zudem als Kernthema in der Kunst, in Gedichten sowie Geschichten wiederfinden. Sie wurde vor allem auf Moscheewänden, Teppichen, Kriegshelmen und Röcken abgebildet.

In den letzten Jahren war der hochgelegene Garten auf dem Berg Sakiz ein sehr beliebter Ort für Fotografen und Bewunderer. Aufgrund der in diesem Jahr ergriffenen Coronavirus-Maßnahmen in der Türkei sind in der Region allerdings zurzeit nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern erlaubt.

Wer in der Türkei auf die Idee kommt, die seltene und geschützte Tulpe zu pflücken, muss nach dem Umweltgesetz eine hohe Geldstrafe von bis zu 60.000 türkischen Lira (ca. 8000 Euro) zahlen.

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(gi)

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