DHA

​Rizespor von Göztepe abgefrühstückt

17.3.2020 21:46 Uhr, von Chris Ehrhardt

Am Dienstagabend fand vor leeren Rängen wegen des Coronavirus ein Nachholspiel in der türkischen Süper Lig statt. Göztepe Izmir traf dabei auf das abstiegsgefährdete Rizespor. Mit einem 2:0-Heimsieg behielten die Gastgeber drei Punkte an der Ägäis und stürzen Rize damit ins Tal der Tränen, denn die Abstiegssorgen werden damit immer konkreter.

Die Geschichte der ersten Hälfte hat sich schnell von selbst erzählt: Sie fand statt. Und das ohne Zuschauer, ohne Stimmung, ohne mitreißenden Fußball und vor allen Dingen ohne Tore. Es gab nur sehr wenige Aktionen, die an ein echtes Fußballspiel erinnerten. Größter Aufreger der ersten 45 Minuten war die gelbe Karte für Fernando Boldrin bei Rizespor. Weil sie unberechtigt war? Nein, weil sonst einfach nichts passierte. Mit dem 0:0 marschierte man dann in Pause.

Körperkontakt wegen Coronavirus vermeiden?

In den zweiten 45 Minuten war auch nicht wirklich die Hölle los – aber es fielen zumindest Tore. Der erste Treffer, der in der 56. Minute durch Berkan Emir für Göztepe fiel, war sogar einigermaßen kurios und unerwartet. Emir daddelte vor der Box, versuchte in den Strafraum zu gelangen und zog einfach mal beherzt ab. Keeper Gökhan Akkan hätte die Pille auch sicher gehabt – wenn da nicht der junge Tunesier Montassar Talbi seinen Fuß noch dazwischen gehabt hätte. So änderte der Ball seine Flugrichtung und Gökhan war geschlagen – 1:0. Und bis zum zweiten Klatscher des Doppelschlags dauerte es nur fünf Minuten. In der 61. Minute fand der Portugiese Andre Castro seinen italienischen Mitspieler Stefano Napoleoni und der haute mal humorbefreit in der Box freistehend das Runde ins Eckige – 2:0. In der 75. zappelte die Kugel wieder im Netz, doch der Treffer zählte nicht, denn Castro war im Abseits. Danach spielten die Hausherren den Streifen und die Uhr runter. Mit den drei Punkte setzen sie sich im gesicherte Mittelfeld fest und Rizespor muss wieder um den Klassenerhalt bangen.

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