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Reuter und Bruchhagen bringen Niersbach ins Gespräch

8.4.2019 20:39 Uhr

Gleich zwei prominente Vertreter des deutschen Fußballs haben bei der Suche nach einem neuen DFB-Präsidenten den Namen Wolfgang Niersbach wieder ins Gespräch gebracht.

Der Augsburger Manager Stefan Reuter könnte sich eine Rückkehr des 2015 zurückgetretenen DFB-Chefs "gut vorstellen". Und der langjährige Fußball-Funktionär Heribert Bruchhagen sagte im NDR-Fernsehen: "Das Anforderungsprofil kann man sich ganz einfach machen: Der Neue sollte die Eigenschaften von Wolfgang Niersbach haben."

Niersbachs damaliger Rücktritt

Der 68 Jahre alte Niersbach war schon einmal von 2012 bis 2015 Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, ehe er im Zuge der Affäre um die WM 2006 zurücktreten musste. Der Weltverband FIFA sperrte ihn 2016 für ein Jahr von allen Ämtern im Fußball. Die Eröffnung eines Hauptverfahrens wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen Niersbach und weitere frühere DFB-Funktionäre wurde vom Landgericht Frankfurt am Main im vergangenen Jahr jedoch abgelehnt.

"Ich persönlich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu Wolfgang Niersbach und mir hat das damals sehr leid getan, dass er zurücktreten musste. Ich glaube, das war ein Präsident, der das unheimlich gut gehändelt hat", sagte Reuter am Sonntag im Bayerischen Rundfunk.

"Der Topstar unter den Präsidenten"

Bruchhagen nannte Niersbach aus seiner Erfahrung als langjähriges Vorstandsmitglied des DFB sowie als Vorstandschef von Eintracht Frankfurt "den Topstar unter den Präsidenten", die er persönlich erlebt habe. "Der hat von der Pike auf gelernt, er war selbst Fußballspieler, er war Pressesprecher und Generalsekretär des DFB, der viele internationale Kontakte hatte. Er hat alles mitgebracht."

Nach Einschätzung von Bruchhagen müsse der Präsident des größten Sportfachverbandes der Welt eine "eierlegende Wollmilchsau" sein. "Er muss selbst gespielt haben, er muss Stallgeruch haben, er muss politisches Verständnis haben. Es wird nicht jeder dieses Amt haben wollen. Denn es ist ein ganz hartes und schwieriges Amt."

(gi/dpa)

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