DHA

​Mysteriöser Tod einer Ukrainerin in Bodrum

5.1.2021 12:34 Uhr

In Bodrum in der Türkei wurde am 2. Januar die 30-jährige Dolmetscherin und Tänzerin Kristina N. aus der Ukraine von der Polizei tot in ihrem Haus gefunden, meldet die "Daily Mail" in England. Besorgte Freunde aus der Ukraine hatten die Behörden verständigt, nachdem sie die bildhübsche Frau nicht erreichen konnten. Doch ihr Tod ist mysteriös, denn sie wurde in Handschellen mit einer Plastiktüte auf dem Kopf auf einem Stuhl sitzend vorgefunden. Bisher schließt die Polizei Fremdverschulden aus, denn die Haustüre und die Fenster waren alle von innen verschlossen. Zudem hätte es laut Behörden in der Wohnung keinerlei Kampfspuren gegeben, die auf einen gewaltsamen Tod hinweisen, berichtet die Nachrichtenagentur Demirören (DHA).

Die örtliche Polizei sagt, die Hauptuntersuchung laute auf Tod durch Selbstmord, aber ihre Freunde sagen, dass die "lebenslustige" und "fröhliche" Frau ihr Leben niemals selbst beendet hätte. Was sie aber einräumten war die Tatsache, dass sie ihr Privatleben in der Türkei, wo sie als Dolmetscherin und Tanzlehrerin lebte und arbeitete, stets "geheim gehalten" habe.

Todesursache bisher unbekannt

Die ukrainische Presse sprach mit Freunden von Kristina N., die sagten, ein Suizid sei völlig ausschließbar. "Wir glauben nicht, dass sie Selbstmord begangen hat", sagte eine Freundin gegenüber den Medien von Obozrevatel in Kiew. Berichten zufolge glaubt die türkische Polizei, dass sie aufgrund der Pandemie wegen mangelnder Arbeit depressiv geworden sei. Die genaue Todesursache stehe bisher jedoch noch nicht fest, da die forensischen Untersuchungen erst stattfänden.

Nachdem ihre Familie, Freunde und Nachbarn sie nicht erreichen konnten, alarmierten sie die Polizei. Ihr Körper wurde in sitzender Position auf einem Stuhl in der Mitte des Raumes gefunden. Sie war mit Handschellen gefesselt und hatte eine Plastiktüte auf dem Kopf, heißt es in Berichten. Seile, Holzkohle und ein Schal wurden ebenfalls am Tatort gefunden. Die Leiche wurde zur Autopsie an das Institut für Forensische Medizin geschickt.

Freunde zweifeln an der Selbstmord-Theorie

Kristina N. war Absolventin der Nationalen Sprachuniversität in Kiew, wo sie orientalische Sprachen studierte. Sie sprach fließend Türkisch und arbeitete als professionelle Dolmetscherin in Bodrum. "Sie war eine unglaublich freundliche, aufgeschlossene, süße Person, die niemals in einen Konflikt geraten würde und immer anderen half", sagte eine Freundin aus ihrer Studienzeit. "Sie war ziemlich zurückhaltend über ihr Privatleben. Jeder, der Kristina kannte, ist zutiefst schockiert. Wir glauben nicht, dass sie Selbstmord begangen hat." Eine andere Freundin sagte: "Zwar hat sie nicht über ihr Liebesleben in den sozialen Medien gepostet, aber sie war immer so offen, voller Leben und glücklich."


Die Freunde wiesen Berichte, dass sie wegen der Pandemie depressiv, einsam und suizidal geworden war, als "seltsam" und "haltlos" zurück. "Dies ist in der Tat eine seltsame Version", sagte ein Freund. "Kristina hatte eine Familie und ihre Mutter ist in Kiew. Es gab immer einen den Weg, nach Hause zurückzukehren. Die Türkei hatte eine lebhafte Zeit, in der Touristen im Sommer zurückkehrten. Kristina hätte einen Job gefunden. Ich glaube nicht an diese Versionen. Ich denke, man versucht jemanden zu schützen, der wichtig ist." Die türkische Polizei berichtete, dass Überwachungs-Kameras seit einer Lebensmittellieferung am 31. Dezember keine Besuche mehr zeigten. Ihre Mutter reiste von Kiew in die Türkei.

(ce)

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