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​Mountainbiking in Kappadokien

19.6.2020 14:22 Uhr

Kappadokien – das sind 10.000 Quadratkilometer spektakuläre, vulkanische Landschaft rund um das Dorf Göreme. Während viele Urlauber hierhin kommen, um sich an den "Feentürmen" und Heißluftballonfahrten zu erfreuen, werden hier auch

Es ist ein Paradies für Mountainbiker, auf die Strecken verschiedener Schwierigkeitsgrade warten, die niemand geringeres als die Natur selbst gebaut hat.

Eine Landschaft wie aus dem Märchen

Kappadokien entstand vor 100 Millionen Jahren. Das Taurusgebirge faltete sich auf und schleuderte dabei große Mengen Tuffstein auf. Erosion, Wind und Wasser haben über die Jahrmillionen hinweg an diesen Gesteinsbrocken gearbeitet und ihnen die wundersamsten, unwirklich anmutenden Formen verliehen. Die sogenannten Feenkamine lassen einen an die Erzählungen aus "Tausendundeine Nacht" denken, insbesondere am frühen Morgen und in den Abendstunden, wenn das Licht der Sonne sie färbt. Kontrast schaffen fruchtbare, bewirtschaftete Täler, in den Tauben und Pirole zu Hause sind, sowie schroff aufbrechende Schluchten.

Steingebäude in Kappadokien (Bild: imago images/ ingimage)

Berühmtheit hat Kappadokien auch durch seine Höhlenwohnungen erlangt. Die ersten dieser eigentümlichen Behausungen wurden von Eremiten und Mönchen angelegt. Das weiche, aber dennoch stabile Gestein bot sich praktisch dafür an, und so entstanden durch Tunnel verbundene Wohnungen und Kirchen, die im Laufe der Zeit zu Dörfern und Städten, teilweise unterirdisch, wurden. Drei Kulturen waren sie ein Zuhause: den Hethitern, den Byzantinern, dann den Christen.

Perfekt für Hobby-Biker und Profis

Kappadokien ist ein Ort, der Emotionen weckt und berührt. Um die grandiose, einmalige Landschaft aus einer anderen Perspektive zu erleben, steigen viele Besucher allmorgendlich in einen der bunten Heißluftballons und gehen auf ca. anderthalbstündige Fahrt. Ein unvergessliches Erlebnis, doch es lohnt sich auch, am Boden zu bleiben und die Region per Mountainbike zu erkunden.

Biker am Rasen durch die schöne, hügelige Landschaft (imago images/ Anne Jensen)

Es gibt verschiedene Trails, von denen die meisten moderat sind und auch von Anfängern oder Hobby-Bikern gemeistert werden können, wenn sie über ein wenig Offroad-Erfahrung verfügen. Doch auch erfahrene Mountainbiker und Profis erleben in Kappadokien puren MTB-Spaß. Abwechslung zu sandigen, geschmeidig dahinfließenden Strecken liefern herausfordernde Anstiege und üppige Felsengärten für den Adrenalinkick. Man möchte glauben, dass solch perfekte Trails nur durch Menschenhand entstanden sein können, aber in Kappadokien war niemand anders als die Natur am Werk.

Après-Bike-Spaß

Ein beliebter moderater Rundweg ist der Cappadocia Singletrack MTB, der auf ca. 70 Kilometern an fantastischen Aus- und Ansichten vorbeiführt. Unterkunft an den Streckenetappen bieten unter anderem die berühmten luxuriösen Höhlenhotels. Preisgünstiger Pensionen gibt es auch. In den Küchen familiengeführter Restaurants werden die delikatesten lokalen Spezialitäten gezaubert. Nachtclubs und Bars gibt es in Kappadokien nicht. Die "Apres-Bike-Party" verbringt man bei einem gepflegten Bier in einer Taverne.

(jk)

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