Hürriyet

​Karauschen bedrohen andere Fische in türkischen Flüssen

30.9.2020 18:35 Uhr

Wissenschaftler und Experten in der Türkei warnen: Karauschen dominieren den türkischen Kizilirmak („Roten Fluss“) und Yesilirmak (Grünen Fluss). Die Fischart kann sich bis zu neunmal im Jahr vermehren.

"Ihre Populationen in diesen Flüssen nehmen rasch zu, und da sie sich von den Eiern der anderen Fische ernähren, sind die anderen Arten stark bedroht", merkte Nazmi Polat, ein Wissenschaftler der Ondokuz Mayis-Universität in der Schwarzmeerprovinz Samsun, an.

"Diese Arten von Karpfen werden als invasive Arten bezeichnet. Leider sind sie in beiden Flüssen die dominierende Art geworden", fügte Polat hinzu.

Unbeliebte Fischart

Der Fisch wird auch von den Menschen nicht bevorzugt, da er zu knochig und nicht schmackhaft wie Lachs und Wels ist.

„Früher habe ich hier im Kizilirmak Seebarsche gefangen. Jetzt können wir nur noch diese Karauschen angeln. Es ist ungenießbar, also geben wir sie unseren Tieren“, so Efe Y., ein Angler in Samsun.

Kizilirmak, auch als Halys River bekannt, ist der längste Fluss in der Türkei. Der Fluss fließt in Ostanatolien und ist insgesamt 1355 Kilometer lang.

(gi)

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