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​Ist die PCR-Testpflicht bei Einreise in die Türkei ein KO-Kriterium für den Tourismus?

16.1.2021 10:32 Uhr

Noch bis zum 1. März ist es zwingend vorgeschrieben, dass man bei der Einreise in die Türkei einen negativen PCR-Test vorlegen muss. Wer nur einen Antigen-Test vorlegt oder einen PCR-Test, der älter als 72 Stunden ist, muss anschließend umkehren oder sich für sieben Tage in die Quarantäne im Hotel, in der Wohnung oder einer Sammelunterkunft begeben. Wie wirkt sich diese Maßnahme aus und hemmt das möglicherweise den Früh-Tourismus im Jahr 2021 in die Türkei?

Antalya und Umgebung sind immer eine Reise wert – zu jeder Jahreszeit. Derzeit gelten jedoch zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus und Covid-19 strenge Regeln für die Einreise in die Türkei. Wer keinen negativen PCR-Test vorlegen kann, der hat das Nachsehen und muss umkehren oder in eine siebentägige Quarantäne, bevor man sich mit einem Test aus der Lage "befreien" kann. Und nicht für jeden Reisenden ist so ein Test finanziell leicht zu stemmen.


Fällt die Testpflicht bei Einreise in die Türkei am 1. März?

Bis zur Spitze von 180 Euro kann der PCR-Test in Deutschland kosten. Wer ausreichend Zeit hat und auf das Ergebnis warten kann, für den werden immer noch rund 60 Euro fällig. Wer mit drei Personen reist, muss für die Einreise außerplanmäßig zwischen 180 und 540 Euro Kosten einplanen, wenn man Quarantäne vermeiden will. Das würde einen Spontan-Urlaub natürlich nachhaltig verteuern. Plus der schlanker gehaltenen Kosten bei der Rückreise nach Deutschland, denn dann wird wieder ein Test fällig, ohne den man in Deutschland in Quarantäne muss. Dafür fallen bei drei Personen nochmals rund 100 Euro an. Das heißt, nur für die Ein- und Ausreise werden additionale 300 bis 600 Euro fällig. Eine ganze Stange Geld.


Doch wie sind die Auswirkungen dieser Testpflicht? Aus berufenem Mund und von Reisenden hört man, dass die Flüge in die Türkei aktuell nahezu leer seien und der Passagier-Reiseverkehr fast gänzlich zum Erliegen gekommen sei. Aktuelle Zahlen über die Auslastungen der Maschinen wurden bisher von den Airlines nicht mitgeteilt. Doch es ist davon auszugehen, dass dieser hohe Kostenfaktor das Reiseverhalten nachteilig tangiert und das frühe Tourismusgeschäft nach dem Jahreswechsel beeinträchtigen kann. Das wird sich natürlich fortsetzen, falls nicht wie geplant ab 31. März die PCR-Testpflicht wegfällt.


(ce)

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