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In New York bekommen Videospielfiguren eigene Ausstellung

6.12.2018 11:10 Uhr

Hunderte nicht spielbare Figuren bevölkern die virtuellen Welten und sind als die "Non-Player Characters" (NPC) bekannt. In New York wir den NPC nun eine eigene Ausstellung gewidmet.

Der kanadische Künstler Alex McLeod zeigt in der Postmasters Gallery Figuren, die sich in Videos in endlosen Zyklen von Geburt und Wiedergeburt in sich selbst verwandeln. Sie glänzen und zerfließen und wirken mit ihren leuchtenden Farben und langsamen Bewegungen meist tapsig, unschuldig und liebenswert.

Gewöhnlich sollen Spieler mit NPC sprechen und umgehen können, etwa um Hinweise zu sammeln oder Aufträge zu erfüllen. Beim im Oktober erschienenen Western-Abenteuer "Red Dead Redemption 2" sind mehr als tausend NPC unterwegs, beim 2014 erstmals erschienenen Fantasy-Spiel "Elder Scrolls Online" sind es sogar mehr als 10 000.

Der Einfluss der künstlichen Intelligenz

Künstliche Intelligenz habe NPC komplexer gemacht als je zuvor, schreibt die Galerie. "NPC in Spielen mit hohem Budget haben ein virtuelles Zuhause, haben virtuelle Familien, verhalten sich nach programmierter Moral und spüren simulierte Angst." Bei McLeod starren die Figuren sich selbst an und verstehen sich als im Spiel gefangen. McLeod fragt: Wenn sie virtuellen Schmerz spüren, ist es dann moralisch, sie im Spiel für ihre Existenz zu bestrafen?

(be/dpa)