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"Immer bereit": Ausgemusterter Özil hält sich im eigenen Garten fit

13.11.2020 16:36 Uhr

Mangelndes Engagement ist Mesut Özil sicherlich nicht vorzuwerfen. Der aussortierte Arsenal-Profi hält sich derzeit im eigenen Garten fit. Bei Twitter veröffentlichte der Weltmeister von 2014 ein Video einer privaten Trainingseinheit. Özil hebt Gewichte, macht Liegestütze und Sit-ups. "Immer bereit", schrieb er dazu. Dass Özil aber nochmal ein Comeback beim FC Arsenal feiern wird, ist kaum vorstellbar.

Nachdem ihn Arsenal-Trainer Mikel Arteta weder für die Premier League noch für die Europa League gemeldet hatte, wurde Özil in den letzten Wochen verstärkt in sozialen Medien aktiv. Bei Twitter kommentierte er Arsenal-Spiele live und ließ seine Follower über den Spieler des Spiels abstimmen. Beinahe täglich teilt er neue Beiträge mit seinen über 25 Millionen Followern. Neben Trainingsbildern postet er über den Islam, macht Werbung für Kleidung und Schmuck sowie für wohltätige Zwecke.

"Mir wurde nicht mehr erlaubt, bei Arsenal Fußball zu spielen"

Auch seinen Frust über die Nichtnominierung äußerte er bei Twitter und Instagram. Er sei "tief enttäuscht", schrieb Özil, dessen Vertrag bei den Londonern noch bis zum Sommer 2021 läuft. "Als ich 2018 meinen neuen Vertrag unterschrieben habe, habe ich dem Verein, den ich liebe, dem FC Arsenal, meine Loyalität und Treue versprochen, und es macht mich traurig, dass das nicht erwidert wurde."

Sportliche Gründe schloss der Mittelfeldspieler aus, seine Leistungen seien auf einem guten Niveau gewesen. "Aber dann haben sich die Dinge geändert und mir wurde nicht mehr erlaubt, für Arsenal Fußball zu spielen." Sein Coach wies die Vorwürfe umgehend zurück. "Das war eine fußballerische Entscheidung, daher habe ich ein völlig reines Gewissen", sagte Arteta. "Ich war sehr fair zu ihm, ich habe wirklich viel mit ihm kommuniziert."

Lösung nicht in Sicht

Obwohl Özil bei Arsenal im Abseits steht, zeigt sich der 32-Jährige kämpferisch: "Egal was passiert, ich werde weiter für meine Chance kämpfen und meine achte Arsenal-Saison nicht so enden lassen", schrieb er in seinen Sozialen Medien. Doch wie sollte sie sonst für Mesut Özil enden?

Dass Arteta ihn im Januar wieder für die Liga oder den Europapokal anmeldet, ist nicht zu erwarten. Zumal dem Offensivspieler dann auch schon sehr lange die Spielpraxis fehlt. Einen vorzeitigen Abschied aus London wird es auch nicht geben, den hat der Ex-Nationalspieler nämlich kategorisch ausgeschlossen. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Bis zum Sommer 2021 wird Özil vermutlich noch viele private Trainingsvideos posten.

(bl/dpa)

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