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​IATA-Chef de Juniac: Die Flug-Branche ist immer noch in einer gefährlichen Situation

15.1.2021 15:12 Uhr

Der Luftfahrtsektor hatte mit den mittlerweile vielerorts nötigen PCR-Tests und dem Impfstoff-Start eigentlich mit einer Erholung im neuen Jahr gerechnet – doch momentan wächst laut IATA-Chef Alexandre de Juniac die Sorge über einen Rückschlag erneut. Neue Lockdowns, sich schnell ausbreitende Virus-Mutationen und vielerorts nur schleppend anlaufende Impfstoffprogramme würden Risiken bergen.

"Der langsame Fortschritt in der Krise ist so frustrierend", erkärte Alexandre de Juniac in dieser Woche. Die Branche sei noch nicht aus dem Gröbsten raus und befinde sich weiterhin in einer gefährlichen Situation. Derzeit sei die Lage sogar noch schlimmer als im Frühjahr des letzten Jahres. Dafür würden die Reiserestriktionen sorgen, die auf innereuropäischen Flugrouten gelten. "Damit wird das Reisen praktisch stillgelegt", so de Juniac.

Reiserestriktionen auf vielen innereuropäischen Flugrouten

Beispielsweise sind Flüge aus Großbritannien nach Deutschland oder die Türkei aufgrund der entdeckten Coronavirus-Mutation derzeit überhaupt nicht möglich. Für andere Strecken müssen negative PCR-Tests vorgelegt werden – unter anderem, um in die Türkei oder auch nach Deutschland einzureisen.

Im Dezember war der Einbruch besonders stark zu spüren. Laut IATA sollen im Dezember nur rund 1,8 Milliarden Menschen geflogen sein. Im Dezember des Vorjahres waren es 4,5 Milliarden. IATA würde sich nun noch stärker dafür einsetzen, dass Passagiere mit einem negativen PCR-Test ohne Quarantäne reisen dürften.

(ce)

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