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​Holt Klopp nach Thiago vom FC Bayern auch Kabak von Schalke?

20.9.2020 10:19 Uhr

Trotz der 0:8-Megaklatsche gegen den FC Bayern München zum Saisonauftakt war Ozan Kabak noch zumindest zeitweise einer der wenigen Lichtblicke des FC Schalke 04. Und den jungen Innenverteidiger, der erst 2019 vom VfB Stuttgart zu den Knappen kam, möchte sich nun gerne Jürgen Klopp vom FC Liverpool unter den Nagel reißen. Doch können sich die Königsblauen nach solch einem Auftakt-Debakel hinten wirklich sehenden Auges durch den Verkauf ihres besten Perspektivspieler selbst schwächen?

Für Ozan Kabak ist es sicherlich eine tolle Erfahrung, dass er trotz der vernichtenden Niederlage beim deutschen Rekordmeister international hohes Ansehen genießt und er auf dem Zettel bei einem der Top-Klubs aus Europa steht. Und er soll, wenn die Gerüchte von der Insel stimmen, ganz oben auf dem Wunschzettel von Jürgen Klopp stehen – wie Thiago vom FC Bayern, den man bereits verpflichtet hat. Es besteht Einigkeit bei den Fußballexperten, dass der 20-jährige Kabak als einer der Perspektivspieler mit dem höchsten Potenzial auf der Position der Innenverteidigung gehandelt wird.

Ablösesumme von Kabak noch frei verhandelbar

Eigentlich soll Jürgen Klopp die Devise ausgegeben haben, dass man sich den 27-jährigen Diego Carlos vom FC Sevilla an die Merseyside holen sollte. Der kam 2019 vom FC Nantes nach Spanien und das für "nur" 15 Millionen Euro. Nun liegt sein Marktwert bei rund 50 Millionen Euro – und damit mehr als 20 Millionen über dem Wert von Kabak, der 2019 für 15 Millionen aus dem Schwabenland in den Ruhrpott wechselte. Doch Sevilla will Carlos offensichtlich nicht verkaufen und da braucht es einen Plan B – Ozan Kabak. Der steht zwar noch bis 2024 bei den Knappen unter Vertrag, hat aber eine Ausstiegsklausel mit festgezurrter Ablösesumme ab Sommer 2021.

Kabak im Zweikampf mit Sane - Bild: imago images / MIS

Das Problem beim FC Schalke 04 ist, dass man zwar eine stabile Hintermannschaft benötigt, aber dass die Kassen leer sind und man dringend Geld braucht. Geht Kabak zur festgeschriebenen Ablösesumme im kommenden Sommer, gibt es laut Gerüchten etwas mehr als 25 Millionen Euro. Aktuell wäre der Preis frei verhandelbar und könnte durch einen finanzstarken Käufer wie den Reds zwischen 40 und 50 Millionen liegen. Geld, das der von Schulden gedrückte Revierverein eigentlich unmöglich ablehnen kann. Es wird also spannend, was die Zukunft von Kabak angeht: Weiter auf Schalke oder doch an der Merseyside? Man wird es sehen – bald.

(ce)

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