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​Hass auf Schwule Motiv für Islamisten-Mord von Dresden?

23.10.2020 16:40 Uhr

Die Polizei versucht die Motivlage des islamistischen Terroraktes von Dresden aufzuschlüsseln. Wieso hatte der mutmaßliche Messer-Mörder und vorbestrafte Islamist Abdullah Al Haj H. (20) sich exakt die beiden Touristen aus Krefeld und Köln aus Opfer ausgesucht? Nun scheint die bewegende Todesanzeige Licht ins Dunkel zu bringen. Der getötete 55-Jährige und der schwerstverletzte 53-jährige Mann waren ein Paar. Gab also Schwulenhass den Ausschlag für die Wahnsinnstat des 20-Jährigen?

Das mögliche Motiv um die Messertat bereitet der Polizei wohl Kopfzerbrechen. Unklar war, wieso gerade die beiden männlichen Touristen vom Täter attackiert wurden und niemand sonst. Nun könnte, so meldet die "Bild", Schwulenhass die Triebfeder des Verbrechens gewesen sein. Auch in der Haft wegen der möglichen Vorbereitung eines terroristischen Anschlages in Deutschland fiel der 20-jährige Abdullah Al Haj H. durch seine radikalisierte Grundhaltung auf und wurde als Gefährder eingestuft. Der Inhaftierte habe auch in der Haft offen zu seinen radikalen Ansichten und seinen Hass auf Andersdenkende gestanden haben.

Terrorist in Haft nicht "geläutert"

So erscheint es laut "Bild" für die Polizei wahrscheinlich, dass er am 4. Oktober das männliche Touristenpaar aus dem Rheinland als Homosexuelle erkannt oder wahrgenommen habe. Schon während seiner Zeit in einem Asylheim soll der Terrorist aus Syrien Andersgläubige – hier christliche Refugees – wegen ihres Glaubens beschimpft und mit dem Tode bedroht haben.

Dass die Polizei den inhaftierten Syrer weiterhin als gefährlich einstufte – auch nach seiner Haftentlassung nach Verbüßung der vollen Zeit – wurde durch die Auflagen sichtbar, die er während seiner Führungsaufsicht erhalten hatte. So war ihm der Besitz sowie das Beisichführen von Messern und Waffen aller Art untersagt. Davon ausgenommen waren jedoch Haushaltsmesser und mit so einem unerlaubt mitgeführten Messer hatte Abdullah Al Haj H. den 55-jährigen Krefelder erstochen, um den nun sein Lebenspartner trauert.

(ce)

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