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​Gesundheitsministerium: Türkei will bis März bis zu 35 Millionen Menschen impfen

27.12.2020 18:33 Uhr

Laut Gesundheitsminister Fahrettin Koca will die Türkei die Impfung von 30 bis 35 Millionen Menschen bis März im Rahmen einer massiven Impfaktion abschließen. Dies werde "eine erhebliche Erleichterung" im Kampf des Landes gegen den Ausbruch des Coronavirus bedeuten. In der ersten Phase, die einen Zeitraum von drei Monaten umfassen wird, werden die Impfungen den am stärksten gefährdeten 30 bis 35 Millionen Menschen verabreicht, sagte Fahrettin Koca gegenüber der Tageszeitung Hürriyet. "Die größte Erleichterung wird jedoch eintreten, wenn 60 Prozent der gesamten Bevölkerung geimpft werden. Ich gehe davon aus, dass dieses Ziel ab Juni erreicht sein wird. Die 60 Prozent bedeuten die Impfung von 50 Millionen Menschen", betonte Koca.

Er erklärte, dass die Impfstoffproduktion weltweit zunehmen werde und das lokal entwickelte Vakzin gegen Covid-19 bis dahin wahrscheinlich eingesetzt werde. "Unter Berücksichtigung dieser Faktoren kann ich sagen, dass das Impfziel von 60 Prozent bis Juni erreicht werden kann", fügte der Minister hinzu. Koca betonte der Minister nochmals ausdrücklich, dass die Türkei einen Vertrag mit BioNTech über den Kauf des COVID-19-Impfstoffs unterzeichnet hat, den das in Deutschland ansässige Unternehmen gemeinsam mit Pfizer hergestellt hat.

Option für 30 Millionen Impfdosen von BioNTech

Der Deal umfasst zum Jahresende bis spätestens Anfang 2021 ein Volumen von 550.000 Impfdosen. Im Vertrag seien weitere Lieferungen vorgesehen, wodurch man bis Ende März bei rund 4,5 Millionen liegen könnte. Optionen für mehr Impfdosen – bis zu 30 Millionen – seien vorhanden. Die Impfung in der Türkei, fügte er an, werde nur bei schriftlicher Zustimmung durchgeführt. Niemand sei zur Impfung verpflichtet. Die Türkei unterzeichnete auch ein Abkommen über die Beschaffung von insgesamt 50 Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs, der in China von Sinovac entwickelt wurde.

Die erste Charge von 3 Millionen Dosen des Impfstoffs aus China wird voraussichtlich am 28. Dezember in der Türkei eintreffen. Zwischenergebnisse aus Phase-3-Studien zeigten, dass das chinesische Vakzin zu 91,25 Prozent wirksam sei, gab Koca letzte Woche nach der Sitzung des Wissenschaftsausschusses des Gesundheitsministeriums bekannt. Ein Vorstandsmitglied sagte, dass während des Versuchs keine größeren Nebenwirkungen festgestellt wurden. Häufige Nebenwirkungen des Impfstoffs waren Fieber, leichte Schmerzen und leichte Müdigkeit, erklärte Professor Serhat Ünal vom Science Board.

(ce)

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