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"Geschäftsleitung fehlt jegliches Charisma": Klinsmann attackiert Hertha

26.2.2020 10:43 Uhr

Ein für den ehemaligen Hertha-BSC-Trainer Jürgen Klinsmann verfasstes Protokoll sorgt für neue Aufregung. Darin steht unter anderem, im Club gebe es "eine Lügenkultur".

Darin steht unter anderem: "Der Klub hat keine Leistungskultur, nur Besitzstandsdenken und es fehlt jegliches Charisma in der Geschäftsleitung."

Zu den Beziehungen der Profis zu Geschäftsführer Michael Preetz zitiert das Magazin: "Es gibt eine Lügenkultur, die auch das Vertrauensverhältnis der Spieler mit Preetz zerstört hat." Zudem werden "jahrelange katastrophale Versäumnisse von Michael Preetz in allen Bereichen, die mit Leistungssport zusammenhängen" kritisiert.

Alles nur gelogen?

Der Verein reagierte am Mittwoch zunächst mit einer Stellungnahme. Nahezu sämtliche in dem Tagebuch enthaltenen Vorwürfe und Behauptungen würden nicht der Wahrheit entsprechen. Dem Verein sei abgesehen davon daran gelegen, die Personalie zu einem würdigen Ende zu bringen. Ein Hertha-Sprecher verwies außerdem auf die Pressekonferenz an diesem Mittwoch (13.00 Uhr) zum Spiel am kommenden Freitag bei Fortuna Düsseldorf.

Aus Klinsmanns Umfeld hieß es dazu am Mittwoch, dass es sich um ein internes Papier für Klinsmann und einen Partner handele. Diese interne Bestandsaufnahme und Analyse sei geleakt worden.

Mit deutlichen Worten hatte Hertha-Investor Lars Windhorst seinerzeit den Stil Klinsmanns bei dessen Abschied kritisiert: "Das kann man als Jugendlicher vielleicht machen, aber im Geschäftsleben, wo man ernsthafte Vereinbarungen hat, sollte man das nicht machen."
Hertha BSC und Preetz waren zunächst für Stellungnahmen nicht zu erreichen.

(be/dpa)

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