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​Furchterregende Dürrekarte des Türkischen Wetteramtes

15.1.2021 9:31 Uhr

Die Dürregefahr ist in der Türkei aufgrund des Rückgangs der Niederschläge und der trockenen Temperaturen in den letzten Monaten in den Vordergrund gerückt. In den Dürrekarten der türkischen Generaldirektion für Meteorologie für das Jahr 2020 wird deutlich, dass, mit Ausnahme einiger Regionen, im Dezember extrem wenige Niederschläge vom Himmel kamen.

Die Generaldirektion Meteorologie in der Türkei hat 3-, 6-, 9- und 12-Monats-Karten zur Analyse der meteorologischen Dürre von 2020 zusammen mit der Dezember-Monatskarte nach den Methoden Standardized Precipitation Index (SPI) und Percent of Normal Index (PNI) veröffentlicht. Laut den Dürrekarten habe die Türkei vor allem in der zweiten Jahreshälfte von 2020 nicht den erwarteten Niederschlag erhalten. In der neuesten Karte, die im Dezember veröffentlicht wurde, ist die Türkei als wichtiger Bestandteil der außergewöhnlichen und intensiven Dürre aufgeführt.

Fünf Regionen besonders stark von Dürre betroffen

Die "Dürregefahr wächst", wie die Karten des Türkischen Wetteramtes für 2020 zeigen und die Aufmerksamkeit der Experten auf sich ziehen. Laut dem Wissenschaftsberater der türkischen Naturschutzvereinigung (TTKD) Dr. Erol Kesici sei die Dürre-Lage derzeit im Land sehr ernst. So etwas sei seit dem letzten Jahrhundert nicht vorgekommen.

Nach der SPI-Methode werden die fünf Regionen Südmarmara, Zentralägäis, Westliches Schwarzes Meer, Zentralanatolien und Ostanatolien in den letzten 3 Monaten auf der Karte als "extrem trocken", "sehr stark trocken" und "stark trocken" eingestuft.

Sorgen im Agrarsektor

Die meteorologische Dürre im Land gab unter anderem im Agrarsektor Anlass zu großer Sorge. Dämme, Süßwasserressourcen und Seen hätten in den letzten Jahren wegen der Dürre an Quellen abgenommen.

Ali Candir, Präsident der Antalya Commodity Exchange, appellierte an die Bevölkerung wegen der Trockenzeit: "Der Klimawandel steht auf der Tagesordnung der Welt, und es ist wichtig, dass wir die notwendigen Maßnahmen gegen den Klimawandel, die landwirtschaftliche Produktion und für die Zukunft unserer Bevölkerung ergreifen."

(gi)

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