dpa

FC Barcelona kürzt das Gehalt von Messi und Co.

27.3.2020 14:01 Uhr

Der FC Barcelona greift in der Corona-Krise durch: Nach dem Scheitern von Verhandlungen über einen Gehaltsverzicht mit seinen Stars hat der FC Barcelona dem Team und vielen Mitarbeitern die Arbeitszeit und damit den Lohn gekürzt.

Der spanische Fußballmeister begründete die Eingriffe in die Verträge mit den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie. Laut spanischem Recht können Unternehmen im Falle höherer Gewalt zu solchen Mitteln greifen. Zuvor hatte der Club mit den Profis um Superstar Lionel Messi und dem deutschen Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen keine Einigung über eine freiwillige Gehaltskürzung erzielen können, wie spanische Medien berichteten.

Klub-Anlage wird zum Corona-Zentrum

Auch die spanische Liga hat wegen der Corona-Krise den Spielbetrieb vorläufig ausgesetzt. Zudem fehlen dem FC Barcelona die Einnahmen aus der Champions League, von Sponsoren und aus weiteren Quellen wie dem Vereinsmuseum, um sein teures Ensemble entlohnen zu können. Der Spieler-Etat soll bei 600 Millionen Euro liegen.

Die Clubspitze gab zudem bekannt, dass die Anlagen des Vereins den Gesundheitsbehörden der Region Katalonien zur Verfügung gestellt worden seien. Spanien ist eines der am heftigsten von Covid-19 betroffenen Länder.

Atletico-Profis solidarischer

Erst heute morgen war bekannt geworden, dass die Spieler und das Trainerteam von Champions-League-Viertelfinalist Atletico Madrid wegen der Coronakrise in den kommenden Wochen auf Teile ihrer Gehälter verzichten werden. Dies bestätigte Präsident Enrique Cerezo gegenüber Radio Marca.

"Wir sind damit auf die Spieler und das Trainerteam zugegangen", sagte der 72-Jährige: "Sie sind sich bewusst, was gerade um sie herum passiert. Deshalb wird es diesbezüglich ihrerseits keine Probleme geben." Über die Höhe der Einbußen sagte Cerezo allerdings nichts.

Atletico ist der erste Verein aus La Liga, der sich zu einer solchen Aktion entschließt. Damit folgen die Rojiblancos zahlreichen internationalen Beispielen aus dem Profisport, unter anderem wird in zahlreichen Bundesligavereinen auf Teile des Salärs verzichtet.

(bl/dpa/afp)

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