Hürriyet

"Falsches Ortsduell": Besiktas Istanbul muss bei PAOK Thessaloniki antreten

11.8.2020 10:43 Uhr

Die zweite Qualifikationsrunde zur Champions League wurde ausgelost. Aus Sicht der Türkei galt das besondere Augenmerk dem Qualifikanten Besiktas Istanbul und für die Schwarzen Adler vom Dolmabahce Palast kam es zu einer spannenden Auslosung. Der Gegner heißt PAOK Thessaloniki – ein Klub, der seine Wurzeln in Istanbul hat.

Das Aufeinandertreffen in der Champions-League-Quali mit PAOK Thessaloniki – auch als PAOK oder PAOK Saloniki bekannt – stellt für Besiktas eine kleine "Zeitreise" dar. Seinen Ursprung hat PAOK nämlich in Istanbul. Man war im ehemaligen Stadtteil Pera, der heute Beyoglu heißt und an das Stadtviertel Besiktas grenzt, beheimatet. Gegründet wurde PAOK 1875 als Hermes Club Pera in der Türkei. Nachdem die griechische Community aus dem osmanischen Reich vertrieben wurde, gründeten die ehemaligen Bewohner 1926 in Thessaloniki den Verein PAOK - Panthessalonikeios Athlitikos Omilos Konstantinoupoliton, was übersetzt Panthessalonikischer Sportklub der Konstantinopler heißt.

Ein Spiel entscheidet über das Weiterkommen oder Ausscheiden

Auch sonst gibt es zwischen den Klubs, die auch "Kardes kulüp" (Brüder Vereine) genannt werden, viele Ähnlichkeiten. So sind die Klubfarben Schwarz und Weiß. Das Klubsymbol ziert ein Adler. Ist es bei Besiktas der Schwarze Adler, so hat PAOK Saloniki den byzantinischen Doppeladler gewählt – allerdings in der Variante mit Flügeln. Und diese beiden Vereine, von denen PAOK im Ursprung quasi der "Abi", der große und ältere Bruder ist, treffen in der Qualifikation zur Königklasse aufeinander. Pera/Beyoglu gegen Besiktas.

Das Spiel der ehemaligen Stadtnachbarn findet am 25. August statt. Dabei muss Besiktas die rund 600 Kilometer nach Thessaloniki reisen. Es wird nur ein Spiel geben – die Qualifikation wird aus Zeitgründen wegen des Coronavirus im KO-Verfahren ausgetragen. Da PAOK zuerst gezogen wurde, steht dem dreimaligen Meister aus Griechenland das Heimrecht zu. Hierbei wird am 25. August eine Entscheidung fallen. Steht es nach 90 Minuten unentschieden, geht es in die Verlängerung und danach, wenn immer noch kein Sieger feststeht, ins Elfmeter-Schießen. Auf Fußballfans wartet hier eine spannende Paarung mit einer historischen Komponente.

(ce)

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