Hürriyet

​Erfreuliches zur Dürre in Istanbul: Zwei Wetterfronten bringen viel Regen

4.1.2021 21:02 Uhr

Obwohl der Wasserpegel der Staudämme in Istanbul auf 19,91 Prozent sank, gab der akademische Leiter der Technischen Universität Istanbul (ITU) in der Abteilung für Meteorologische Technik, Prof. Dr. Hüseyin Toros, bekannt, dass meteorologischen Vorhersagen zufolge von Montag bis Dienstag reichhaltige Regenfälle in der Marmara-Region zu erwarten seien.

Diese könnten in erfreulichen Entwicklungen hinsichtlich der Wasserstände von Staudämmen in Istanbul resultieren. "Wenn bei den neuen zwei Wetterfronten genügend Niederschlag in diesem Monat fällt, wird der Wasserstand in den Dämmen schnell ansteigen", so Toros.

Die Auslastung der Staudämme in Istanbul ist aufgrund des fehlenden Niederschlags in den Herbst- und Wintermonaten 2020 auf ein kritisches Niveau gefallen. Laut ISKI-Daten ist der Wasserpegel der Istanbuler Staudämme, die am Samstag noch 20,02 Prozent betrug, am Sonntag erneut auf 19,91 gefallen. Mit anderen Worten bedeute dies, dass 80 Prozent der Istanbuler Trinkwasserressourcen aufgebraucht seien.

Wasserverbrauch ist durch Maßnahmen gesunken

Allerdings hätten die Behörden laut den Angaben und Berechnungen von Toros im Dezember 2020 bereits ungefähr 30 Millionen Kubikmeter Wasser eingespart und den Wasserverbrauch im Vergleich zu den vorherigen Monaten gesenkt. Die Ursachen hierfür seien die kalte und feuchte Wetterlage sowie die Verdunstung, die im Winter abgenommen habe. Ebenso seien in vielen Publikationen Wassersparstudien durchgeführt worden, die im November in Istanbul begonnen hätten. "Wenn wir uns den Wasserverbrauch im Sommer in den Jahren 2019 und 2020 ansehen, war der Verbrauch im Jahr 2020 besonders hoch. Wenn wir diese Werte im November analysieren, sehen wir, dass der Wasserverbrauch im November 2020 geringer ist als der Wasserverbrauch im November 2019. Auch hier sehen wir, dass solche Maßnahmen äußerst effektiv sind“, erklärte Toros.

Hoffnungsschimmer in der Krise

Neben dem Melen- und dem Yesilcay-Damm in Istanbul zeigt der Sazlidere einen der kritischsten Wasserstände. Dort konnte man in den letzten Wochen immer wieder trockene Stellen, Schlamm und altes Geäst sehen. Es wurde beobachtet, wie zahlreiche Vögel, die in der Region von Sazlidere lebten, verzweifelt auf der Suche nach Nahrung waren. Doch nun gäbe es jüngsten Vorhersagen zufolge endlich wieder Licht am Ende des Tunnels.

Die Situation der Wasserpegel scheine sich bereits Anfang des Jahres 2021 mit zwei anstehenden Wetterfronten zu verbessern. Die ersten Niederschläge in dieser Woche hätten sich bereits positiv auf die Dämme in Istanbul ausgewirkt. Nichtdestotrotz sollen in diesem Jahr erneut neue Maßnahmen formuliert werden, um die Wasserknappheit im Land zu zügeln.

(gi)

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