Symbolbild: imago images / Agencia EFE

"Egoistische Covidioten" – 200 Quarantänefälle nach Griechenland-England-Flug

1.9.2020 14:19 Uhr

Ohne Masken und nicht auf Regeln geachtet – nach einem TUI-Flug von der griechischen Insel Zakynthos ins englische Cardiff mussten rund 200 Passagiere und Crewmitglieder in Quarantäne. 16 Gäste des Fliegers wurden bereits positiv auf das Coronavirus getestet, wie die BBC berichtet.

Britischen Gesundheitsexperten zufolge seien sieben der Passagiere höchstwahrscheinlich bereits während des Flugs ansteckend gewesen. Wie eine Passagierin dem Radiosender BBC4 berichtete, seien die Maskenregeln oft missachtet worden, die Crew habe die Regeln nur halbherzig durchgesetzt und sei kaum eingeschritten.

"Egoistische Covidioten" und eine "unfähige Crew"

Stephanie Whitfield war auf dem besagten Flug von Zakynthos nach Cardiff am 25. August an Bord. Sie beschreibt die Lage: "Viele der Leute haben ihre Masken unter der Nase oder sogar unter dem Kinn getragen. Sie haben die Masken abgenommen, um mit ihren Freunden zu sprechen und sind maskenlos durch die Gänge spaziert", erzählte sie BBC4. Und auch die Crew habe sich nicht unbedingt um die Einhaltung der Regeln geschert: "Neben mir saß ein Kerl, der seine Maske über den gesamten Flug unter dem Kinn hatte. Die Stewardess hat sich mit ihm unterhalten, ihn aber nicht darauf hingewiesen."

Whitfield und ihr Mann haben seitdem leichte Symptome auf das Coronavirus entwickelt und isolieren sich. Dass jetzt 200 Passagiere und Crewmitglieder in Quarantäne müssen, überrascht sie nicht wirklich: "Der Flug war voller egoistischer Covidioten und einer Crew, die das nicht weniger hätte interessieren können". TUI hat eine Untersuchung des Flugs angekündigt.

(be)

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