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"Dieser Jahrhundertplan stirbt noch, bevor Trump es tut"

5.2.2020 18:44 Uhr

Aus Sicht des iranischen Führers ist Trumps Nahost-Plan zum Scheitern verurteilt. "Dieser Jahrhundertplan stirbt noch, bevor Trump es tut", sagte Ajatollah Ali Chamenei am Mittwoch. Der Plan sei zwar dumm, aber auch heimtückisch. Daher sollten sich die Palästinenser sowie die gesamte islamische Welt dagegenstellen.

Die einzige Lösung für den Nahostkonflikt sei ein Referendum aller Palästinenser, um selbst die politische Zukunft ihres Landes zu bestimmen, so der Ajatollah im iranischen Staatsfernsehen.

Plan stieß auf geteiltes Echo

Trump hatte vergangene Woche einen Plan vorgestellt, der den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern lösen soll. Der Plan stieß international auf ein geteiltes Echo, weil er die Palästinenser zu erheblichen Zugeständnissen an Israel zwingt. Gleichzeitig würde er Israel die Annexion des Jordantals und von Siedlungen erlauben. Ein Palästinenserstaat wäre mit harten Auflagen verbunden. Einige lehnt die Palästinenserführung grundsätzlich ab. Außerdem wäre der Traum der Palästinenser von einer Hauptstadt im historischen Ost-Jerusalem zunichte gemacht.

Die iranische Führung hatte Trumps Nahost-Plan bereits scharf verurteilt. Präsident Hassan Ruhani bezeichnete ihn als abscheulich und für die gesamte Region inakzeptabel. Für Außenminister Mohammed Dschawad Sarif ist der Plan "das Traumprojekt eines bankrotten Immobilienunternehmers" und ein Alptraum für die Region und die ganze Welt.

(an/dpa)

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