epa/Jalal Morchidi

Die Türkei schließt die erste Phase der Impfstoff-Forschung ab

15.4.2020 18:00 Uhr, von Andreas Neubrand

In der Westtürkei haben Wissenschaftler mit dem Labortest eines Antigens begonnen, dass gegen das neuartige Coronavirus eingesetzt werden soll.

Gemeinsam mit dem Anwendungszentrum für Arzneimittelentwicklung und pharmakokinetische Forschung der Universität Ege (kurz: ARGEFAR) in der Provinz Izmir arbeitet der Wissenschaftlich-Technologische Forschungsrat der Türkei (TÜBITAK) an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

Interdisziplinäre Forschung in der Türkei

Dabei kommen Wissenschaftler aus 32 Fachbereichen zusammen, um gemeinsam die Studien durchzuführen. Laut Dr. Mert Doskaya soll die erste Phase der Impfstoff-Forschung innerhalb einer Woche abgeschlossen werden. In einer zweiten Phase testen dann die Forscher der Universität das Antigen.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeiten weltweit 50 Forschungszentren an einem Impfstoff gegen das neuartige Virus. Dabei sind die Forscher in der Türkei auf einem ähnlichen Level, wie ihre anderen Kollegen.

Tierversuche in vier Monaten

"Fünf davon befinden sich im klinischen Stadium, was bedeutet, dass die ersten Versuche an Menschen begonnen haben und der Rest sich auf Tierversuche vorbereitet", so Doskaya.

Das türkische Team will die Wirksamkeit des von ihnen entwickelten DNA-Impfstoff in vier Monaten an Tieren testen. Danach könne man zu klinischen Studien am Menschen übergehen.

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