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“Bild”: Reisewarnung der EU für die Türkei bleibt

29.6.2020 18:12 Uhr

Nach den guten Nachrichten für die Türkei aus Griechenland, dass ab dem 1. Juli die Grenzen zu Land, zu Wasser und zur Luft mit dem Nachbarn wieder geöffnet werden sollen, kommt der EU-Hammer. "Bild" will bereits im Vorfeld zu Dienstag erfahren haben, dass die Europäische Union die Türkei nicht von der Liste der Länder nehmen wird, für die Reisewarnungen ausgegeben wurden. Vorab sollen es 13 Länder sein, zu denen die Reisewarnungen fallen sollen.

Algerien, Australien, Georgien, Japan, Kanada, Montenegro, Neuseeland, Ruanda, Serbien, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay sind die Länder, die am Dienstag von der Liste genommen werden sollen. China und Marokko sollen weitere Optionen sein. Da sind aber den Meldungen nach noch einige Parameter abzuklären und Stellschrauben zu drehen. Für die 13 Länder wird die EU wohl laut "Bild" am Dienstag auf jeden Fall die Wiederaufnahme der vollen Reisetätigkeit aufnehmen. Es gilt, dass auch seitens dieser Länder keine Restriktionen in Richtung EU-Länder mehr aufrecht gehalten werden. Das heißt, es gibt keine Quarantäne, wenn man in diese Länder reist oder in die EU zurückkehrt. Dadurch wird es den Airlines auch leichter fallen, wieder in den Normalmodus beim Flugverkehr zu gehen.

Liste wird alle 14 Tage unter deutscher Ratspräsidentschaft geprüft

Ist das ein Muss? Nein, es ist eine Empfehlung der EU für den Schengenraum, an die sich aber in der Regel gehalten wird. Trotzdem haben die Staaten, wie man am Beispiel Griechenland zur Türkei sieht, Entscheidungsfreiheit, ob Warnungen fallen oder nicht. Und nachdem Griechenland sich nicht an der Liste orientiert, bleibt die Hoffnung, dass auch andere EU-Länder ausscheren und ihr "eigenes Ding" machen. Für die EU-Entscheidung, um die unter kroatischer Ratspräsidentschaft (besteht bis zum 1. Juli, dann übernimmt Deutschland das "Ruder") hart gerungen worden sein soll, gibt es gewisse Kriterien. Dazu gehört unter anderem, dass die Neuinfektionen der letzten 14 Tage in einem Bereich von "rund 16 je 100.000 Einwohner" gelegen haben müssen. Wenn Deutschland die Ratspräsidentschaft übernimmt, soll die Liste alle zwei Wochen aktualisiert werden.

Normalisiertes Strandleben in Bodrum mit Abstandsregel

Die Länder, für der Zugang in die Staaten der EU nicht generell erleichtert werden sollen, sind zum Beispiel Brasilien, Russland, die Türkei und die USA. Wichtig bleibt dabei zu berücksichtigen, dass es keine Reiseverbote sind. Die Reisen sollen jedoch nur dann durchgeführt werden, wenn es wichtige Anlässe gibt: Hochzeiten, Beerdigungen, Geburten und so weiter. Wichtig ist allerdings zu berücksichtigen, dass bei den "Listenländern", zu denen die Türkei noch gehört, bestimmte Voraussetzungen bei der Wiedereinreise bestehen. Das ist die Vorlagepflicht eines negativen Tests oder alternativ der Gang in die 14-tägige Quarantäne nach dem Urlaub, die man mit dem Arbeitgeber abklären sollte. Doch auch hier gibt es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regularien. "Bild" hat nach eigenen Angaben beim Auswärtigen Amt angefragt, ob diese Liste auch Gültigkeit für Deutschland haben wird, jedoch keine Rückantwort erhalten.

Auch der Hund badet in Bodrum wieder mit
(ce)

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