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64-Jähriger wird in Psychiatrie eingewiesen

12.4.2019 13:46 Uhr

Weil ein 64-Jähriger seine Nachbarin mit einer Axt, einem Seil und einem Messer ermordet hat, ist er in eine Psychiatrie eingewiesen worden.

Das Landgericht München II urteilte am Freitag, der Mann habe eine krankhaft seelische Störung. Seine Schuldfähigkeit sei "erheblich eingeschränkt", sagte der Richter. Der Angeklagte werde zunächst für unbestimmte Zeit in einer Psychiatrie untergebracht. Sollte die Behandlung frühzeitig beendet werden, müsse er den Rest seiner Haftstrafe von 13 Jahren im Gefängnis absitzen. Seine Verteidigerin kündigte an, keine Revision einzulegen. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Angeklagter leidet nach eigener Aussage an wiederkehrenden Tötungsfantasien

Der Deutsche hatte die Tat zum Prozessauftakt am Montag gestanden. In der Verhandlung hatte er angegeben, am Tag der Tat "Wut auf die Welt" verspürt zu haben. Daraufhin habe er sich entschlossen, die nächste Person umzubringen, die ihm begegnet. Nach dem Mord der Nachbarin in deren Wohnung rief der Mann die Polizei und ließ sich festnehmen. Seit einem Schlaganfall vor etwa sechs Jahren leidet der Mann nach eigener Aussage an wiederkehrenden Tötungsfantasien.

(gi/dpa)